Wie funktioniert der Kugelschreiber?

Wie funktioniert der Kugelschreiber?

Der Kugelschreiber machte das Schreiben viel leichter.

Technik

Schlagwörter

Kugelschreiber, Schrift, Schreibinstrumente, László Bíró, Bleistift, Füller, Tintenbehälter, Tonkopf, Tinte, Technik

Verwandte Extras

3D-Modelle

Schreibinstrumente

  • Bleistift
  • Kugelschreiber
  • Füller
  • Vogelfeder
  • Tintenbehälter

Der Kugelschreiber

Obwohl der Kugelschreiber das bekannteste der modernen Schreibinstrumente ist, liegt sein Ursprung in der Neuzeit. Es ist nicht bewiesen, aber das früheste Experiment wird Galileo Galilei (17. Jahrhundert) zugeordnet. 1888 erhielt John Loud das erste Patent für den Kugelschreiber. Ihm folgten zu Beginn des 20. Jahrhunderts Erfinder mehrerer Nationen. Diese Schreibinstrumente funktionierten aber bei weitestem nicht perfekt. Das Erscheinen der modernen Chemie und der Präzisionsfertigung, des Kapillarensystems und der Farbpaste brachte dann den Durchbruch des Kugelschreibers mit sich. Dabei spielten ungarische Erfinder eine wichtige Rolle. Den von Andor Goy und Sándor Kovács entwickelten Kugelschreiber folgte die vom Journalisten László József Bíró weiterentwickelte Form des Schreibinstrumentes. Bíró gab seine ersten Patente im Jahr 1938 noch in Ungarn ab, musste aber wegen der Judenverfolgung noch im selben Jahr erst nach Paris, dann nach Argentinien fliehen. Der wahre Durchbruch des Kugelschreibers gelang dann in diesem südamerikanischen Land, im Jahr 1943. Später gab es viele Versuche seine Erfindung zu kopieren (mit mehr oder weniger großem Erfolg). Ab den 1960er Jahren wurde der Kugelschreiber ein weltweit bekanntes und benutztes Schreibinstrument.

Kugelschreiber

Struktur

  • Kugelschreibermine
  • Schraubenfeder
  • Stahlkugel
  • Tinte
  • Kunststoffgehäuse

Aufbau

Es war in erster Linie die Günstigkeit und Zuverlässigkeit
des Kugelschreibers, mit der er die anderen Schreibinstrumente hinter sich ließ. Das Erscheinen der modernen Chemie und der Präzisionsfertigung ermöglichte die Verwirklichung der Ideen. Es gibt zwei Hauptarten des Kugelschreibers: den Einwegkugelschreiber und den mit austauschbarer Mine. Letztere bestehen meistens aus Metall
(seltener aus Kunststoff). Im Inneren des Schreibers befindet sich der nicht wiederbefüllbare Tintenbehälter, der in einer Kugel endet, und in welchen die viskose Tinte durch Zentrifugieren mit hoher Geschwindigkeit eingefüllt wird. Den Tintenbehälter umfasst eine Schraubenfeder, welche mit dem äußeren Druckknopf verbunden das ein- und ausziehen der Spitze möglich macht. Das kleine Kügelchen am Ende der Tintenpatrone ist so im „Nest“ platziert, dass es nicht herausfallen und nicht in das Rohr rutschen kann. Es besteht in der Regel aus Stahl, an seiner Oberfläche und in seinem inneren leiten kleine Kanäle die spezielle Tinte ab, die auf das Papier abgerollt wird.

Federspitze

Funktionsmechanismus

Der Erfinder des Kugelschreibers

László József Bíró (geboren 1899 in Budapest - gestorben 1985 in Buenos Aires) war ursprünglich Journalist, befasste sich aber auch mit der Malerei. In den 1920er Jahren arbeitete er unter anderem auch für die politischen Tageszeitungen „Pesti Napló“ und „Pesti Hírlap“. Mit seinem Namen wird trotzdem seine Tätigkeit als Erfinder verbunden. In Frankreich wurde für die Verwertung seiner Erfindung eine auch heute noch funktionierende Aktiengesellschaft gegründet. Im englischen Sprachraum wird der Kugelschreiber bis zum heutigen Tag häufig „biro“ und „biro-pen“ genannt (Orwell benutzt in seinen Schriften zum Beispiel ausschließlich diesen Namen). Im Spanischen wird das Schreibinstrument „birome“ genannt. In Argentinien wird an Bírós Geburtstag (29. September) der „Tag der Erfinder“ gefeiert. Auch Briefmarken, auf denen berühmte Erfinder abgebildet sind erinnern an den weltweit bekannten Erfinder. (Interessant ist weiterhin, dass sein revolutionäres Schreibinstrument im Zweiten Weltkrieg von der Luftstreitkraft des Vereinigten Königreichs erfolgreich benutzt wurde).

Animation

Narration

Die Tinte strömt aufgrund der Gravitation aus der Feder des Füllers, deshalb muss die Tinte dünnflüssig sein, was zu Folge hat, dass sie langsamer trocknet und leichter verschmiert wird. László József Bíró löste dieses Problem mit seinem 1938 patentierten Kugelschreiber.

Im Kugelschreiber endet die Feder in einer Metallkugel mit einem Durchmesser von 0,5 bis 1,2 mm, die Drehung dieser Kugel überträgt die Tinte auf das Papier. Deshalb kann viskosere, schneller trocknende Tinte verwendet werden als beim Füller.

László Bíró begann 1943 in Argentinien mit der Produktion des Kugelschreibers. Heute ist dieser in fast jedem Haushalt vorzufinden. Dank der Massenproduktion ist er günstig zu haben.
Einwegkugelschreiber sind ebenso verbreitet, wie die mit austauschbarer Mine.

Der Name des beliebten Schreibgerätes erinnert in mehreren Sprachen an seinen Erfinder: im Englischen wird der Kugelschreiber zum Beispiel biro, im Spanischen birome genannt.

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