Teatro Olimpico (Vicenza, 16. Jahrhundert)

Teatro Olimpico (Vicenza, 16. Jahrhundert)

Eines der ersten nach antiken Regeln erbaute überdachte Theater der Neuzeit wurde 1585 eingeweiht.

Kunst

Schlagwörter

Teatro Olimpico, Vicenza, Palladio, Architektur, Scamozzi, Gebäude, Theater, überdachtes Theater, Renaissance, Weltkulturerbe, stereoskopisch, Bühnenbild, Antike, Perspektive

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Theater

Das moderne „antike Theater“

Das Teatro Olimpico befindet sich in der italienischen Stadt Vicenza.
Das im 16. Jh. erbaute überdachte Theater war eins der ersten der Neuzeit, das unter Einhaltung der antiken Regeln des Theaterbaus errichtet wurde.
Das Gebäude wurde im Auftrag der Olympischen Akademie von Andrea Palladio geplant.
Der Bau begann 1580, allerdings starb Andrea Palladio noch vor der Fertigstellung, sodass sein berühmtestes Meisterwerk auch sein letztes war. Das Gebäude wurde 1585 eingeweiht.
Der Architekt war bei dem Theater, wie auch bei seinen anderen Bauwerken, darum bemüht, eine perspektivisch rafinierte Struktur zu erschaffen.
Als Grundlage seiner Baupläne diente die Rekonstruktion des antiken römischen Theaters im französischen Orange.
Der ovale und stufig ansteigende Zuschauerraum bietet bis zu 1.000 Zuschauern Platz.
Dies ist weltweit die einzige Konstruktion aus der Renaissance die, den Wirren der Jahrhunderte trotzend, bis heute vollständig erhalten ist.
Vierhundert Jahre nach der ersten Aufführung wurde dieses bewundernswerte Theatergebäude als UNESCO-Welterbe in die Liste der schützenswerten Weltkulturgüter aufgenommen.

Das Teatro Olimpico heute

Bühnenbild

Die Bühne des Teatro Olimpico

Die Gestaltung des Balkons, der Loggia und der Vorhalle beruht auf den Plänen Palladios, der kurz nach Beginn der Bauarbeiten verstorben war.
Da der Meister aber keine Zeichnungen zur Bühnengestaltung hinterlassen hatte, beauftragte man mit deren Bau einen anderen ortsansässigen Architekten, Vincenzo Scamozzi.
In der Vorhalle steht ein Triumphbogen, der von Statuen berühmter Mitglieder der Olympischen Akademie geschmückt wird.
Die Bühnenwand gibt durch drei Portale den Blick auf eine Kulissenstadt frei. Um die Illusion von Tiefe zu verstärken, steigt der Bühnenboden an und die Häuser sind perspektivisch verkleinert.
Der Großteil der ursprünglichen Kulisse ist bis heute erhalten.
Das Theater wurde 1585 mit einer Aufführung des „König Ödipus“ von Sophokles eröffnet.
Später entdeckten auch Filmregisseure das Gebäude für ihre Zwecke, unter anderem wurde hier ein Großteil des berühmten Films Casanova gedreht.

Das Bühnenbild des Teatro Olimpico

Animation

Narration

Das Teatro Olimpico befindet sich in der italienischen Stadt Vicenza.
Das im 16. Jh. erbaute überdachte Theater war eins der ersten der Neuzeit, das unter Einhaltung der antiken Regeln des Theaterbaus errichtet wurde.

Eine weitere Besonderheit ist, dass es sich um das älteste noch erhaltene Renaissancetheater handelt.

Der Bau begann 1580 den Plänen des legendären Architekten Andrea Palladio folgend, der die Fertigstellung nicht mehr erlebte und wurde anschließend von Vincenzo Scamozzi abgeschlossen.

Vor der Erstellung der Pläne hatte Palladio intensiv die Architektur der antiken Theater studiert (hauptsächlich die Werke Vitruvius) und außerdem zahlreiche römische Ruinen untersucht.
Der Architekt schaffte bei der Planung des Teatro Olimpico eine außergewöhnliche Perspektive. Der halb ovale Zuschauerraum (der bis zu 1.000 Zuschauern Platz bietet) besteht aus 14 stufenförmigen Sitzreihen.
Die Gestaltung des Balkons, der Loggia und der Vorhalle beruht auf den Plänen Palladios, wurde aber unter Scamozzi abgeschlossen.
Scamozzi entwarf auch die Kulisse für die Eröffnung des Theaters 1585 und es wurde stilgerecht das Stück „König Ödipus“ von Sophokles aufgeführt.
Die Kulisse blieb nach der Eröffnung stehen und dient seither für alle Vorstellungen als Bühnenbild.
Die Bühnenwand gibt durch drei Portale den Blick auf eine Kulissenstadt frei. Um die Illusion von Tiefe zu verstärken, steigt der Bühnenboden an und die Häuser sind perspektivisch verkleinert. Die Szenerie mutet 100–200 m Tiefe an, ist aber in Wirklichkeit nur 12 m tief.

Dies ist weltweit die einzige Konstruktion aus der Renaissance die, den Wirren der Jahrhunderte trotzend, bis heute vollständig erhalten ist.
Vierhundert Jahre nach der ersten Aufführung wurde dieses bewundernswerte Theatergebäude als UNESCO-Welterbe in die Liste der schützenswerten Weltkulturgüter aufgenommen.

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