Siedlung aus der Zeit der Árpádendynastie

Siedlung aus der Zeit der Árpádendynastie

Grubenhäuser waren charakteristische Wohngebäude in den Siedlungen der Árpádenzeit.

Geschichte

Schlagwörter

Árpád Alter, Siedlung, Grubenhaus, Lebensweise, Kirche, Getreidelager, Grube, Zuhause, Gebäude, Dorf, Dörfer, Tierhaltung, Landwirtschaft

Verwandte Extras

Fragen

  • Was für ein Tier verfolgten Hunor und Magyar?
  • Mit welcher Sprache ist Ungarisch NICHT verwandt?
  • Wo liegt wahrscheinlich die gemeinsame Heimat der Urungarn und ihren finnischen Sprachverwandten?
  • Was ist eine Jurte?
  • An der Mündung welcher Flüsse lag das so genannte Magna Hungaria?
  • Was bedeutet NICHT Ungarn?
  • Wo hielten sich die Magyaren NICHT auf?
  • Welcher Stamm gehört NICHT zum Bund der sieben magyarischen Urstämme?
  • Welcher Stamm gehört NICHT zum Bund der sieben magyarischen Urstämme?
  • Wann begann die Landnahme der Ungarn?
  • Was bezeichnet man als die Zeit der Streifzüge in der ungarischen Geschichte?
  • Wie lange dauerte die Zeit der Streifzüge der Magyaren?
  • Wo erlitt das Heer der Magyaren 955 eine vernichtende Niederlage?
  • Was war der heidnische Name des Sohnes des Großfürsten Géza?
  • Wann starb der Großfürst Géza?
  • Wie hieß der Sohn Stephans I. (der später ebenfalls heiliggesprochen wurde)?
  • In welchem Jahr starb Stephan I., der Heilige?
  • Wann bestieg König Ladislaus I., der Heilige, den Thron?
  • Wann kam König Kolomán I. (auch: ˝der Buchkundige˝) an die Macht?

3D-Modelle

Siedlung

Aufbau der Dörfer aus der Zeit der Árpádendynastie

Durch archäologische Ausgrabungen und Freilegungen sowie die Analyse schriftlicher Quellen kann die Struktur der Dörfer der Árpádendynastie relativ genau und authentisch rekonstruiert werden.
Die Häuser waren willkürlich angeordnet und standen relativ weit voneinander entfernt. Es gab keine Straßen oder Wege in den Dörfern. Um die Wohnhäuser herum befanden sich Öfen (Herd, Bauernofen), offene Feuerstellen, Lagerstätten (für die Lagerung von Getreide gab es z. B. Gruben), Gehege, Windschutzhecken und Brunnen. Oft gab es auch eine kleine, von einer Hecke umgebenee Kirche am Dorfrand, und daneben den Friedhof. Außerhalb des Dorfes lag das Weideland und die Äcker.

Grubenhaus

Zu Gast in einem Grubenhaus

Das Grubenhaus, ein Haus mit einer Eintiefung des Innenraumes, war das charakteristische Wohnhaus der Zeit der Árpádendynastie. Das waren Gebäude mit einer Ausschachtung des Innenraumes, sodass sich das Bodenniveau unterhalb des Erdbodens befand. Seitenwände hatten diese Häuser meistens gar nicht, so reichte das Giebeldach bis zum Erdboden hinunter.
Das Dach war mit Schilf oder Stroh bedeckt, wenn es jedoch mit mehreren Schichten bedeckt was, dann kam als letzte Deckschicht noch Erde darauf. Der Giebel wurde aus Weiden oder Ruten geflochten, manchmal auch aus Lehmziegeln gebaut. Am Gebäude gab es winzige Fenster.
Die Grubenhäuser bestanden anfangs aus einem einzigen Raum, später wurden Küche und Schlafraum voneinander abgetrennt. Wenn man durch die Türöffnung in den Raum eintrat, konnte man mit Hilfe einer Treppe (in die Erde gestampft oder aus Holz errichtet) in die Grube hinuntergehen. Im Wohnraum gab es einen Ofen, einen Kamin (in die Wand eingegraben oder aus Stein erbaut) und zur Ausführung der verschiedenen Arbeiten und Aktivitäten Sitzgruben.
Die Kleidungsstücke wurden in Holztruhen, die Lebensmittel in Tongefäßen gelagert. Diese, wie auch die Liegeplätze, fanden auf dem Bänkchen Platz.

Querschnitt eines Grubenhauses

Rekonstruktion eines Grubenhauses

Lebensweise

Das Leben der Dörfer aus der Zeit der Árpádendynastie

Die Dorfbewohner lebten von Viehzucht und Ackerbau. Anhand der Knochenfunde der archäologischen Ausgrabungen war ihr wichtigstes Nahrungsmittel das Rind. Daneben aßen sie Schaf- und Ziegenfleisch, seltener auch Schweinefleisch. Selbstverständlich war das Pferd, das für verschiedene Aufgaben genutzt werden konnte, eins der wichtigsten Nutztiere. Für den Schutz der kleineren Zuchttiere bauten die Dorfbewohner Gehege, die von Windschutzhecken umgeben waren.

Im Ackerbau wurde in erste Linie Weizen, Gerste und Hirse angebaut. Die geernteten und gedroschenen Produkte wurden meistens in Gruben gelagert. Um die Häuser herum gab es oft auch Gärten, wo zum Beispiel Gemüsekohl gepflanzt wurde. Die Dörfer waren hinsichtlich des Handwerks selbstversorgend. Die dort lebenden Handwerksmeister (Töpfer, Schmiede, Zimmermeister, etc.) produzierten praktisch alles, was die dort lebenden Menschen im Alltag brauchten. Das Dorfleben ergänzten noch die Fischer, Hirten, Holzfäller usw.

Kirche

Grube zur Lagerung von Getreide

Spaziergang

Die Dörfer der Zeit der Árpádendynastie waren unstrukturiert. Die Wohnhäuser waren meistens in den Erdboden eingestampfte, sogenannte Grubenhäuser. Um die Wohnhäuser herum befanden sich Öfen (Herd, Bauernofen), offene Feuerstellen, Lagerstätten (für die Lagerung von Getreide gab es z. B. Gruben), Gehege, Windschutzhecken und Brunnen. Oft gab es auch eine kleine, von einer Hecke umgebene Kirche am Dorfrand, und daneben den Friedhof. Außerhalb des Dorfes lag das Weideland und die Äcker.

Bei den Grubenhäusern gab es eine Eintiefung des Innenraumes. Der Giebel und die Dachkonstruktion der Häuser gingen bis zum Niveau des Erdbodens hinunter. In den anfangs ungeteilten, aus einem einzigen Raum bestehenden, Wohnraum führte eine Treppe hinunter. Im Innenraum des Wohnhauses wurde ein Ofen, Kamin sowie eine Sitzgruppe errichtet. Ihre „Möbel” waren die Holztruhen, die neben den anderen Gegenständen, wie auch die Liegeplätze, auf den Bänken Platz fanden.

Animation

Narration

Mit Hilfe archäologischer Ausgrabungen und durch Auswertung schriftlicher Quellen lässt sich der Aufbau der Dörfer aus der Zeit der Árpádendynastie relativ genau rekonstruieren. Die Häuser waren willkürlich angeordnet und standen relativ weit voneinander entfernt. Es gab keine Straßen.

Um die Wohnhäuser herum gab es Öfen, offene Feuerstellen und Brunnen, sowie Lagerplätze. Zur Lagerung von Getreide wurden z.B. Gruben verwendet. Außerdem gab es dort noch mit geflochtenen Zäunen umgebene Gehege. Am Dorfrand konnte es auch eine von einer Hecke umgebene kleine Kirche mit angeschlossenem Friedhof geben. An der Grenze des Dorfes befanden sich die Weiden und die bewirtschafteten Ackerflächen.

Das Grubenhaus war das typische Wohnhaus im Dorf der Árpádenzeit. Es hatte eine Ausschachtung des Innenraumes, so dass der Fußboden im Haus tiefer lag, als der Erdboden außerhalb.
Seitenwände hatten diese Häuser zumeist keine, das Giebeldach reichte bis runter zum Erdboden. Das Dach war mit Schilf oder Stroh bedeckt, aber wenn es mehrschichtig war, konnte die oberste Schicht aus Erde bestehen. Der Giebel war aus Bast oder Ruten geflochten, im Einzelfall aus Lehm gefertigt. Es wurden kleine Fensteröffnungen ausgespart.

Die Grubenhäuser bestanden anfangs aus einem einzigen Raum, später wurde die Küche und der Schlafraum abgetrennt. Hinter der Türöffnung führte eine Treppe aus Erde oder Holz in die Grube. Im Wohnraum gab es einen in die Wand gehauenen gewölbten oder aus Stein erbauten Kamin und zur Verrichtung der verschiedenen Arbeiten Sitzgruben. Die Kleidung wurde in Holztruhen, die Lebensmittel in Tongefäßen gelagert. Diese fanden, ähnlich wie die Liegeplätze, auf dem Absatz Platz.

Verwandte Extras

Archäologische Ausgrabungen, Ausgrabung eines Grubenhauses

Die heutigen Großbaustellen versorgen auch die Archäologen mit jeder Menge neuen Fundorten.

Das Blockhaus

Blockhäuser waren in Ungarn in der Árpáden-Ära eine typische Art der Behausung.

Das Einzelgehöft (19. Jahrhundert)

Kleine Bauernhöfe befinden sich in der Regel in der Nähe der ländlichen Städte.

Die Awaren (8. Jahrhundert)

Die Awaren gründeten im 6–8. Jahrhundert im Karpatenbecken ein stabiles Reich.

Die Katholische Grabkirche in Feldebrő (Ungarn)

Eines der wichtigsten historischen Gebäude Ungarns, eine Pfarrkirche aus dem 11. Jahrhundert.

Die Lebensweise der Eskimos

Das Iglu ist das charakteristische Wohngebäude der Eskimos.

Erdburg bei Szabolcs (Ungarn)

Dreieckige Erdburg eines ungarischen Stammesfürsten aus der Zeit nach der Landnahme.

Typische Behausungen

Jede historische Epoche und jeder Kulturkreis verfügte über typische Behausungen.

Ungarische Kriegslist (9–10. Jahrhundert)

Diese List wurde lange sehr erfolgreich von den berittenen Nomadenvölkern angewandt.

Die Benediktinerabtei in Ják (Ungarn)

Die im romanischen Stil errichtete Kirche wurde im 13. Jh. im Zentrum der Gemeinde Ják erbaut.

Die Landstadt (Königreich Ungarn)

Die Landstadt wurde zum vorherrschenden Stadttyp im spätmittelalterlichen Ungarn.

Kleidung (landnehmende Ungarn)

Die Kleidung verrät viel über die Lebensweise und Kultur eines Zeitalters und einer Region.

Das Bauernhaus

Die einfachen, einstöckigen Bauernhäuser wurden im Mittelalter aus Erde, Lehm und Holz gebaut.

Die Gehöft- und Dorfformen

Die Struktur und Dichte der Gehöfte und Dörfer hängt von den natürlichen Gegebenheiten ab.

Die Jurte

Die Jurte ist das mit Filz abgedeckte, kuppel- oder kegelförmige Wohnzelt der Nomadenvölker.

Dorf mit Streifengrundstücken

Dörfer in Tälern bestanden in der Regel aus Häusern auf langen und schmalen Grundstücken.

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