Segelschiffe

Segelschiffe

Der als Handelsschiff genutzte Schoner stammt aus den Niederlanden des 16-17. Jahrhunderts.

Technik

Schlagwörter

Segelboot, Schiff, Bark, Schoner, Schifffahrt, Neuzeit, Wassertransport, Hilfssegel, Takelage, Handelsschiff, Schlachtschiff, Anker, Brüstung, Kiel, Schiffsrumpf, Ruderblatt, Heck, Strickleiter, Besansegel, hinterer Mast, Hauptmast, Großstagsegel, Fockmast, Rahsegel, Ausleger, Bugspriet, Gaffelsegel, Topsegel, Windrichtung, Segeln, Handel, Händler, Verkehr, Kriegsführung, Technik

Verwandte Extras

3D-Modelle

Schoner

Der Schoner erschien wahrscheinlich erstmals in den Niederlanden des 16–17. Jahrhunderts. Im 18. Jahrhundert erlebte er dann in den USA seine Renaissance und wurde im 19. Jahrhundert in England einer der beliebtesten Segelschiffstypen, das bedeutete auch die Blütezeit des Schoners. Dieser Segelschiffstyp wurde in erster Linie für Handelszwecke verwendet, er war aber dank seiner Schnelligkeit und einfachen Handhabung auch als Kriegsschiff einsetzbar.

Die ersten Schoner waren schlanke, durchschnittlich große Segelschiffe. Ihre Länge betrug ohne den Bugspriet 30–40 Meter und ihre Breite 7–10 Meter. Ihre maximale Belastbarkeit lag bei 200 Tonnen. Zu Beginn wurden sie mit nur 2 Masten gebaut. Das später angebaute Bugspriet war viel kürzer als die anderen beiden. Die Bug- und Heckaufbauten ragten nur minimal über den Schiffskörper heraus.

Die Segel der Schoner waren sehr leicht zu handhaben. An beiden Masten wurden Gaffelsegel befestigt. Etwas später wurden dann noch Topsegel über diese gespannt. Die typischen, dreieckigen Klüver wurden an dem Bugspriet befestigt.

Animation

  • Bug
  • Anker
  • Reling
  • Kiel
  • Rumpf
  • Kabinenfenster
  • Ruder
  • Heck
  • Strickleiter
  • Mastspitze
  • Besansegel
  • Besanmast
  • Takelage
  • Großmast
  • Großstagsegel
  • Fockmast
  • Quersegel
  • Quersegelstange
  • Klüver
  • Bugspriet
  • Bugspriet
  • Bug
  • Anker
  • Reling
  • Kiel
  • Rumpf
  • Ruder
  • Heck
  • Ruder
  • Gaffelsegel
  • Strickleiter
  • Gaffel
  • Topsegel
  • Großmast
  • Takelage
  • Fockmast
  • Mastspitze
  • Klüver

Segelschiffe

  • Die Bark - Dieser Schiffstyp wurde wahrscheinlich im 18–19. Jahrhundert entwickelt und verbreitete sich um die Wende des 19–20. Jahrhunderts. Sie war der letzte Typ der großen Handelssegelschiffe.
  • Der Schoner - Dieser Schiffstyp wurde wahrscheinlich in den Niederlanden des 16–17. Jahrhunderts entwickelt. Im 19. Jahrhundert erlebte er als Handelsschiff seine Blütezeit.

Frühe Segelschiffe, wie die der Ägypter, Griechen, Römer und Wikinger, hatten nur Rahsegel. Mit dieser Segelart konnte man nur bei Rückenwind segeln, und es war nicht möglich, schneller als die Geschwindigkeit des Windes zu fahren. Wenn die Wetterbedingungen ungünstig zum Segeln waren, wurden diese Schiffe durch Menschenkraft bewegte Riemen angetrieben.

Moderne Segelschiffe haben eine komplexere Takelage, die ihnen ermöglicht, auch bei Seitenwind schnell zu fahren und sogar schneller als die Geschwindigkeit des Windes zu segeln.

Selbst bei Gegenwind können diese Schiffe gut vorwärtskommen. Sie müssen dazu Zickzack fahren, das nennt man Kreuzen.

Bark

Die Bark ist vermutlich zuerst im 18. Jahrhundert gebaut worden. Die Britische Royal Navy hat diesen Begriff zur Kennzeichnung von in keine andere Kategorie passenden Schiffen verwendet. Dieser Schiffstyp verbreitete sich um die Wende des 19–20. Jahrhunderts. Die Bark löste die von den Dampfschiffen in den Hintergrund gedrängten Klipper ab. Ihr Schiffskörper und ihre Segel verfügten über eine hohe Belastbarkeit und sie waren relativ schnell. Diese Segelschiffe wurden in erster Linie als Handelsschiffe benutzt.

Die Bark war ein einigermaßen schlankes Segelschiff und um vieles größer als der Schoner. Die Länge der Bark war unterschiedlich: ohne Bugspriet gemessen war sie mehr als 40 Meter lang, sie konnte aber auch eine Länge von 80 Metern erreichen. Mit ihrer durchschnittlich 50–60 Metern betragenden Länge verfügte sie über eine Breite von 8–14 Metern. Ihre Belastbarkeit konnte mehrere Tausend Tonnen erreichen. Die Bark hatte mindestens drei Masten. Ähnlich wie bei dem Schoner ragten auch hier die Bug- und Heckaufbauten nur minimal über den Schiffskörper heraus.

Die Besegelung der Bark war wiederum recht kompliziert. An die Masten wurden charakteristische, nach oben immer schlanker werdende Quersegel gespannt. Im Bug befanden sich, ähnlich wie beim Schoner, die dreieckigen Klüver. Im Heck der Bark befanden sich die Besansegel.

Segeln gegen den Wind

  • Windrichtung

Wirkenden Kräfte

  • Gesamtkraft - Durch den Wind auf die Segel einwirkende Kraft.
  • Querkraft - Die senkrecht auf die Fahrtrichtung zeigende Komponente der Windwirkung.
  • Vortrieb - Die in die Fahrtrichtung zeigende Komponente der Windwirkung.
  • Widerstand des Wassers - Kompensiert die senkrecht auf die Fahrtrichtung zeigende Komponente der Windwirkung, deshalb treibt das Schiff nicht in seitliche Richtung ab.

Moderne Segel ermöglichen es den Schiffen, unabhängig von der Windrichtung zu fahren, auch bei leichtem Gegenwind. Die Schiffe können sich vorwärtsbewegen, da auf der Leeseite des Segels der Luftdruck geringer ist als auf der Luvseite. Jedes Segelsystem funktioniert auf die gleiche Weise. Die Druckdifferenz erzeugt Kräfte, die immer senkrecht zur Segeloberfläche stehen. Diese Richtung entspricht in der Regel nicht dem gewünschten Kurs des Schiffes, aber das ist kein Problem, da die aerodynamische Kraft in zwei Komponenten aufgelöst werden kann: eine Komponente, die parallel zur Bewegung ist und eine andere, die senkrecht zu ihr steht. Die parallele Komponente, die auf den Bug zeigt, bewegt das Schiff vorwärts, während die andere Komponente, die auf die Seite des Schiffes zeigt, auf den Widerstand des Wassers trifft und verhindert, dass sich das Schiff seitlich bewegt. Der Unterschied im Druck auf den gegenüberliegenden Seiten des Segels wird dadurch verursacht, dass das Segel selbst die Geschwindigkeit und Richtung des Windes ändert.

Nach dem Bernoulli-Prinzip ist die Geschwindigkeitsänderung immer auch mit einer Druckänderung verbunden. Dieses Prinzip reicht jedoch nicht aus, um zu erklären, wie Segel funktionieren, es gibt noch einige andere Faktoren, die in diesem Prozess eine wichtige Rolle spielen, wie die Reibung zwischen den Luftschichten, die Bildung von Wirbeln und die Position der Segel. Dieses Phänomen ist dem aerodynamischen Auftrieb sehr ähnlich, der an den Flügeln der Flugzeuge zu beobachten ist. Die Windströmung um die Segel ist jedoch so komplex, dass sie nur von modernsten Computern modelliert werden kann. Viele der im späten 20. Jahrhundert verwendeten aerodynamischen Prinzipien wurden nur durch wissenschaftliche Untersuchungen mit moderner Technologie widerlegt. Jahrhundertelang konnten Seefahrer ihr Wissen nur auf ihre Erfahrungen und nicht auf wissenschaftliche Erkenntnisse stützen.

Narration

Der Schoner erschien wahrscheinlich erstmals in den Niederlanden des 16–17. Jahrhunderts. Im 18. Jahrhundert erlebte er dann in den USA seine Renaissance und wurde im 19. Jahrhundert in England einer der beliebtesten Segelschiffstypen, das bedeutete auch die Blütezeit des Schoners. Dieser Segelschiffstyp wurde in erster Linie für Handelszwecke verwendet, er war aber dank seiner Schnelligkeit und einfachen Handhabung auch als Kriegsschiff einsetzbar.

Die Bark ist vermutlich zuerst im 18. Jahrhundert gebaut worden. Die Britische Royal Navy hat diesen Begriff zur Kennzeichnung von in keine andere Kategorie passenden Schiffen verwendet. Dieser Schiffstyp verbreitete sich um die Wende des 19–20. Jahrhunderts. Die Bark löste die von den Dampfschiffen in den Hintergrund gedrängten Klipper ab. Ihr Schiffskörper und ihre Segel verfügten über eine hohe Belastbarkeit und sie waren relativ schnell. Diese Segelschiffe wurden in erster Linie als Handelsschiffe benutzt.

Die ersten Schoner waren schlanke, durchschnittlich große Segelschiffe. Ihre Länge betrug ohne den Bugspriet 30–40 Meter und ihre Breite 7–10 Meter. Ihre maximale Belastbarkeit lag bei 200 Tonnen. Zu Beginn wurden sie mit nur 2 Masten gebaut. Das später angebaute Bugspriet war viel kürzer als die anderen beiden. Die Bug- und Heckaufbauten ragten nur minimal über den Schiffskörper heraus.

Die Bark war ein einigermaßen schlankes Segelschiff und um vieles größer als der Schoner. Die Länge der Bark war unterschiedlich: ohne Bugspriet gemessen war sie mehr als 40 Meter lang, sie konnte aber auch eine Länge von 80 Metern erreichen. Mit ihrer durchschnittlich 50–60 Metern betragenden Länge verfügte sie über eine Breite von 8–14 Metern. Ihre Belastbarkeit konnte mehrere Tausend Tonnen erreichen. Die Bark hatte mindestens drei Masten. Ähnlich wie bei dem Schoner ragten auch hier die Bug- und Heckaufbauten nur minimal über den Schiffskörper heraus.

Die Segel der Schoner waren sehr leicht zu handhaben. An beiden Masten wurden Gaffelsegel befestigt. Etwas später wurden dann noch Topsegel über diese gespannt. Die typischen, dreieckigen Klüver wurden an dem Bugspriet befestigt.

Die Besegelung der Bark war wiederum recht kompliziert. An die Masten wurden charakteristische, nach oben immer schlanker werdende Quersegel gespannt. Im Bug befanden sich, ähnlich wie beim Schoner, die dreieckigen Klüver. Im Heck der Bark befanden sich die Besansegel.

Verwandte Extras

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