Römisches Wohnhaus in der Antike

Römisches Wohnhaus in der Antike

Die Wohnhäuser der Wohlhabenden im antiken Rom waren geräumige Gebäude mit vielfältigen Grundrissen.

Geschichte

Schlagwörter

Wohngebäude, Wohnhaus, Gebäude, Bauwerk, Architektur, Rom, Pompeii, Herculaneum, Római Birodalom, Altertum, Lebensweise, Villa, Atrium, Küche, Einrichtung, mozaik, Geschäft, Straße, Geschichte, Verzierung

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Fragen

  • Über wie viele Stockwerke verfügten die Wohnhäuser der wohlhabenden römischen Bürger in der Antike?
  • Wie nennt man die Wohngebäude der antiken Römer, die sich auf dem Land befanden?
  • Aus welchem Material bestand die Mehrheit der Möbel in den altrömischen Wohnhäusern?
  • Wo fanden sich die meisten Räume der antiken römischen Wohnhäuser?
  • Was trifft NICHT auf die Wohnhäuser der wohlhabenden römischen Bürger zu?
  • Stimmt diese Behauptung?\nDie alten Römer benutzten keine Glasscheiben.
  • Welche der folgenden Gemüsesorten gab es in den Kammern der altrömischen Wohnhäuser NICHT?
  • Wo bewahrten die antiken Römer ihre Kleidungsstücke auf?
  • Wo fanden außer dem Empfangszimmer noch wichtige Besprechungen statt?
  • Welcher Ausdruck bezieht sich auf die Toiletten der antiken römischen Wohnhäuser?
  • Was wird mit dem Ausdruck culina bezeichnet?
  • Wie oft aßen die antiken Römer täglich?
  • Welche Mahlzeit war die üppigste bei den antiken Römern?
  • In welcher Körperposition aßen die antiken Römer?
  • Worin besteht der wesentliche Unterschied zwischen der Anordnung der antiken römischen und griechischen Schlafzimmer?
  • Wie nennt man die aus kleinen bunten Steinen oder Kieseln zusammengesetzten Bilder?
  • Wohin gelangte das durch das offene Atrium einfallende Regenwasser?
  • In welchem Raum bewahrten die antiken Römer meistens ihre Familienkorrespondenz und die Ahnenbilder auf?
  • Womit wurden Fußböden und Wände in den antiken römischen Häusern geheizt?
  • Wie war der Boden unter der Fußbodenheizung beschaffen?
  • Welche der folgenden Gemüsesorten gab es in den Kammern der altrömischen Wohnhäuser NICHT?
  • Was wurde NICHT in den antiken römischen Tongefäßen gelagert?
  • Wie nennt man die für die Antike charakteristischen, zur Lagerung verwendeten Tongefäße?
  • Welches Möbelstück war NICHT charakteristisch für die altrömischen Wohnhäuser?
  • Welche Aussage trifft NICHT auf den Hortus zu?
  • Stimmt diese Behauptung?\nDie altrömischen Wohnhäuser verfügten über mehrere Eingänge (mit unterschiedlichen Funktionen).
  • Welcher Raum war nicht Bestandteil der „Achse“ der römischen Wohnhäuser?
  • Stimmt diese Behauptung?\nDie antike römische Wohnhausarchitektur verfügte über abwechslungsreichere Grundrissformen als die griechische Architektur.
  • Womit waren die Dächer der antiken römischen Gebäude gedeckt?
  • Welchen Raum nannte man Atrium?

3D-Modelle

Römisches Wohnhaus

Die antiken römischen Wohnhäuser

In der antiken römischen Baukunst nahm die Wohnhaus- und Villenarchitektur einen äußerst bedeutenden Platz ein. Auf diesem Gebiet überragte die römische Baukunst die griechische sowohl durch die vielfältigen Grundrisse und Formen als auch durch die Bequemlichkeit. (Über die römischen Wohnhäuser haben wir erst seit der Freilegung von Pompeji und Herculaneum genaue Informationen.) Die Wohnhäuser (wie auch die auf dem Lande liegenden Villen) der wohlhabenderen Stadtbürger waren ein- oder zweistöckige, geräumige Gebäude mit vielen Räumlichkeiten. Die Mauern wurden aus Ziegelstein gebaut und verputzt; das an zwei Stellen offene Dach wurde mit Dachziegeln bedeckt. Die Wohnhäuser hatten mehrere Eingänge, die über verschiedene Funktionen verfügten. Die vielen Fensteröffnungen waren mit Glas versehenen Kassetten verschlossen. Die wichtigen Räume im römischen Wohnhaus waren, im Gegensatz zu den griechischen Häusern, symmetrisch angeordnet. Den Hauptteil des Gebäudes bildete die Achse vom Toreingang (Ostium), dem ersten Hof (Atrium) und dem Hintergarten (Hortus). Die Räumlichkeiten des Wohnhauses befanden sich um die beiden Höfe herum.

Querschnitt

Die Struktur der antiken römischen Wohnhäuser

Küche, Esszimmer, Festessen

Den griechischen Häusern ähnlich, spielten die Küche und das Esszimmer auch in den römischen Wohnhäusern eine wichtige Rolle. Die Küche war meistens zur Straße gerichtet.
Ihre Einrichtung bestand aus den Koch- und Backstellen, sowie den zur Lagerung der Nahrungsmittel dienenden Amphoren und Tongefäßen. Die sonstigen Hilfsmittel wurden in Regalen, oder auf eine Holzlatte an der Wand gehängt, aufbewahrt. Das Esszimmer (Triclinium) diente nicht bloß gastronomischen Genüssen. Oft empfing hier der Hausherr seine Gäste. Über die Speisen hinaus fand hier auch ein großer Teil der wichtigen Gespräche statt. Die Römer nahmen in der Regel täglich drei Mahlzeiten zu sich. Die ausgiebigste und üppigste war das Abendessen. Die reicheren Römer ließen die Speisen von Kochsklaven zubereiten. Neben den besonderen Speisen widmete man gelegentlich bei den Festessen auch deren Anrichtung große Aufmerksamkeit. Die Gänge nahm man halb liegend, sich auf die Ellbogen gestützt, zu sich.

Die Wohnräume und der Innenhof (mit Garten)

Die Wohnräume befanden sich meistens um den ersten und zweiten Hof herum. Falls das Wohnhaus über eine zweite Etage verfügte, gab es dort weitere Wohnräume, in erster Linie für die Dienerschaft (Haussklaven). Bei der Anordnung der Räume wurde auf mehrere Aspekte geachtet: es gab Zimmer für den Tag, die Nacht, den Sommer und den Winter. Im Gegensatz zu den Griechen trennten die Römer die Wohnräume der Männer und Frauen nicht voneinander.
Die Einrichtung und Dekoration war sehr schlicht, nur die Wohnräume der Wohlhabenden waren mit Skulpturen und Gemälden dekoriert. Auch waren Bodenmosaike nicht selten. Es gab sogar eine Fußbodenheizung (Hypocaustum), die durch Zuführung von Warmluft funktionierte. Beleuchtet wurden die Räume durch die zum Hof und die Straße gerichteten Fenster. Der zweite Hof war meistens ein kleiner Garten (Hortus) mit einem künstlichen Teich und Springbrunnen, sowie mit einer Vielfalt von üppigen immergrünen Pflanzen. Der Hof war mit verzierten Säulen umgeben. Dies war der beliebte Rückzugsort der von politischen Auftritten erschöpften römischen Bürger vor dem Alltagslärm.

Das Atrium und das Tablinum

Das Atrium war der zentral gelegene, unüberdachte, viereckige Hof des altrömischen Wohnhauses, der nicht von Säulen umgeben war. Vom Toreingang gelangte man durch einen schmalen (und relativ langen) Vorraum (Prothyrum) in das Atrium. Es wurde von mehreren Pultdächern umgeben. Das Regenwasser fiel in das in der Mitte des Atriums liegende Wasserbecken (Impluvium). Um das Atrium herum gab es Gäste- und Dienstbotenzimmer, sowie Lagerräume. Der Hausherr empfing seine Gäste oft im Atrium, so dass auch Schauplatz wichtiger Gespräche und Entscheidungen war. Das Atrium war durch das Tablinum mit dem anderen Hof verbunden. Das Tablinum war einer der wichtigsten Räume des römischen Wohnhauses, es diente als Empfangsraum. Es war ein großer, offener Saal mit Säulen, wo auch die wichtigen Familiendokumente und die Bilder der Ahnen aufbewahrt wurden. An beiden Seiten des Tablinums gab es weitere Empfangsräume, beziehungsweise Bildgalerien.

Spaziergang

Animation

Die Wohnhäuser der wohlhabenderen römischen Bürger überragten die ähnlichen Bauwerke griechischer Architektur sowohl durch die vielfältigen Grundrissformen, als auch durch ihre Bequemlichkeit. Die Wohnhäuser der wohlhabenden Bürger, wie auch die Villen auf dem Land, waren ein- oder zweistöckige, äußerst geräumige Gebäude mit vielen Räumlichkeiten. Die Mauern wurden aus Ziegelsteinen gebaut und verputzt; das an zwei Stellen offene Dach wurde mit Dachziegeln bedeckt. Die Fensteröffnungen waren mit Glaskassetten verschlossen.

Die Wohnhäuser hatten mehrere Eingänge, mit verschiedenen Funktionen. Die Achse des Gebäudes bildete der Toreingang, das Ostium, der erste Hof, das Atrium und der Garten des zweiten Hofes, der Hortus. Die wichtigsten Räume waren, im Gegensatz zu den griechischen Wohnhäusern, symmetrisch angeordnet. Dazu gehörten im Erdgeschoss die über einen Straßeneingang verfügende Küche und das Esszimmer. Letzteres diente nicht nur den Mahlzeiten, sondern auch dem Empfang von Gästen. Die Wohnräume befanden sich meistens um den ersten und zweiten Hof herum. Wenn das Wohnhaus über eine zweite Etage verfügte, waren dort die Wohnräume der Dienerschaft (Haussklaven) eingerichtet. Im Gegensatz zu den Griechen waren die Wohnräume der Männer und Frauen nicht voneinander getrennt.

Vom Toreingang gelangte man durch einen schmalen Vorraum in den zentral liegenden, unbedeckten, rechteckigen Hof, das Atrium. Das offene Dach des ersten Hofes war von Pultdächern umgeben. Das einfallende Regenwasser wurde in dem Wasserbecken in der Mitte des Atriums, dem Impluvium, gesammelt. Das Atrium war durch den als Empfangsraum dienenden Tablinum mit dem anderen Hof verbunden. Der als beliebter Ruheplatz der Familie dienende Hortus war ein von verzierten Säulen umgebener kleiner Garten, oft mit einem künstlichen Teich und einer üppigen, immergrünen Bepflanzung. Die antiken römischen Wohnhäuser bedeuteten den Familien solch ein echtes Zuhause, dass sie auch auf die Architektur der späteren Epochen einen großen Einfluss ausübten.

Narration

Die Wohnhäuser der wohlhabenderen römischen Bürger überragten die ähnlichen Bauwerke griechischer Architektur sowohl durch die vielfältigen Grundrissformen, als auch durch ihre Bequemlichkeit. Die Wohnhäuser der wohlhabenden Bürger, wie auch die Villen auf dem Land, waren ein- oder zweistöckige, äußerst geräumige Gebäude mit vielen Räumlichkeiten. Die Mauern wurden aus Ziegelsteinen gebaut und verputzt; das an zwei Stellen offene Dach wurde mit Dachziegeln bedeckt. Die Fensteröffnungen waren mit Glaskassetten verschlossen.

Die Wohnhäuser hatten mehrere Eingänge, mit verschiedenen Funktionen. Die Achse des Gebäudes bildete der Toreingang, das Ostium, der erste Hof, das Atrium und der Garten des zweiten Hofes, der Hortus. Die wichtigsten Räume waren, im Gegensatz zu den griechischen Wohnhäusern, symmetrisch angeordnet. Dazu gehörten im Erdgeschoss die über einen Straßeneingang verfügende Küche und das Esszimmer. Letzteres diente nicht nur den Mahlzeiten, sondern auch dem Empfang von Gästen. Die Wohnräume befanden sich meistens um den ersten und zweiten Hof herum. Wenn das Wohnhaus über eine zweite Etage verfügte, waren dort die Wohnräume der Dienerschaft (Haussklaven) eingerichtet. Im Gegensatz zu den Griechen waren die Wohnräume der Männer und Frauen nicht voneinander getrennt.

Vom Toreingang gelangte man durch einen schmalen Vorraum in den zentral liegenden, unbedeckten, rechteckigen Hof, das Atrium. Das offene Dach des ersten Hofes war von Pultdächern umgeben. Das einfallende Regenwasser wurde in dem Wasserbecken in der Mitte des Atriums, dem Impluvium, gesammelt. Das Atrium war durch den als Empfangsraum dienenden Tablinum mit dem anderen Hof verbunden. Der als beliebter Ruheplatz der Familie dienende Hortus war ein von verzierten Säulen umgebener kleiner Garten, oft mit einem künstlichen Teich und einer üppigen, immergrünen Bepflanzung. Die antiken römischen Wohnhäuser bedeuteten den Familien solch ein echtes Zuhause, dass sie auch auf die Architektur der späteren Epochen einen großen Einfluss ausübten.

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