Meilensteine der Bildhauerkunst

Meilensteine der Bildhauerkunst

In der Animation lernen wir 5 herausragende Werke der Geschichte der Bildhauerkunst kennen.

Kunst

Schlagwörter

Diskobolos, Venus, David, Der Denker, Myron, Alexander, Aphrodite, Michelangelo, Rodin, Boccioni, Statue, Bildhauerkunst, bildende Kunst, Kunstgeschichte, Griechisch, Louvre, British Museum, Florenz, New York, Futurismus, impresszionizmus, Hellenismus, Marmor, Bronze, Kunst, Kunstwerk, weltberühmt, Geschichte, Werk

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Der Diskobolos

Der Diskobolos

Titel des Werks: Diskobolos
Bildhauer: Myron
(Myron von Eleutherai)
Entstehungszeit: 5. Jh. v. Chr.
Material der Statue: Bronze
Ausstellungsort: das Original ist nicht erhalten

Das bekannteste Werk des zur Zeit des sogenannten Strengen Stils schaffenden altgriechischen Bildhauers stellt einen jungen Athleten dar.
Der Künstler zeigt den Diskuswerfer während des wichtigsten Moments der speziellen Bewegungsreihe.
Der Sportler ist während des Wettkampfes den damaligen Bräuchen entsprechend nackt.
Der menschliche Körper ist wohlproportioniert und seine Details sind von anatomischer Genauigkeit. Trotz der Bewegungslosigkeit kann man die Bewegungsdynamik hervorragend spüren.
Die ursprüngliche Bronzeskulptur ist, wie die meisten von Myrons Werken, nicht erhalten. Heutzutage können nur spätere, in erster Linie aus der Römerzeit stammende, aus Marmor geschaffene Kopien besichtigt werden, wie zum Beispiel im British Museum oder im Museo Nazionale Romano.

Die Venus von Milo

Die Venus von Milo

Titel des Werks: Aphrodite von Melos (Venus von Milo)
Bildhauer: Alexandros von Antiochia (?)
Entstehungszeit: 2. Jh. v. Chr.
Material der Statue: Marmor
Ausstellungsort: Louvre (Paris, Frankreich)

Diese, als eine der bekanntesten geltenden Statue des Altertums stellt die griechische Göttin der Liebe, Aphrodite, dar.
Die Bezeichnung „Venus von Milo“ zeugt von ihrem Findungsort und dem römischen Namen der Göttin.
Die im späten Zeitalter des Hellenismus geschaffene Skulptur ist mehr als 2 m hoch.
Der Oberkörper der Göttin ist nicht mit Sachen bedeckt, um ihren Unterkörper ist ein Umhang geschlungen. Ihre Arme fehlen. Ursprünglich könnte sie den vom Prinzen von Troja, Paris, erhaltenen Apfel in ihren Händen gehalten haben.
Den Bekanntheitsgrad der aus parischem Marmor geschnitzten Figur verdankt sie nicht nur ihrer Schönheit, sondern auch der französischen Propaganda des 19. Jahrhunderts. Fakt ist, dass sie heutzutage eine der berühmtesten Venusstatuen ist.

Der David von Michelangelo

Der David von Michelangelo

Titel des Werks: David
Bildhauer: Michelangelo Buonarroti
Entstehungszeit: 1503
Material der Statue: Marmor
Ausstellungsort: Galleria dell’Accademia (Florenz, Italien)

Die Skulptur wurde aus dem auf dem Bauplatz des Florenzer Doms lagernden riesigen Carrara-Marmorblock geschaffen.
1463 wurde der Bildhauer Agostino di Duccio von der Dombauwerkstatt mit dem Schnitzen der Figur von David beauftragt. Dieser führte nur die grobe Behauung aus.
Die Arbeit wurde schließlich in den ersten Jahren des 16. Jahrhunderts von Michelangelo beendet.
Eine der größten Daviddarstellungen suggeriert Kraft und Entschiedenheit.
Der Rumpf der mehr als 5 m hohen Figur stützt sich auf das rechte Bein, während das linke in einer besonderen schrägen Position ist.
In seiner überdimensionierten Hand hält der Jüngling eine Schleuder.
Sein mit anatomischer Genauigkeit dargestellter Körper wird von dem markant zur Seite gewendeten Kopf und dem strengen Blick beherrscht.

Der Denker

Der Denker

Titel des Werks: Der Denker (Le Penseur)
Bildhauer: François-Auguste-René Rodin
Entstehungszeit: 1880
Material der Statue: Bronze
Ausstellungsort: Musée Rodin (Paris, Frankreich)

Rodin ist der Vorbote der modernen Bildhauerkunst.
In seinem Stil lassen sich Merkmale des Impressionismus und des Symbolismus finden.
Eine der bekanntesten Werke des französischen Künstlers ist „Der Denker“. Inspiriert von Dantes Göttlicher Komödie plante und fertigte er die (unvollendete) Statue als eine Figur des Höllentors.
Rodin schöpfte aus der Formenwelt der klassischen Kunst, doch sein Werk reicht weit darüber hinaus.
Er versuchte die Anstrengung auszudrücken, die das Denken bereitet. Die Körperhaltung und alle Muskeln der dramatisch konzipierten Männerfigur zeugen von Konzentration: Das Denken wird beinah fühlbar.

Einzigartige Formen der Kontinuität im Raum

Einzigartige Formen der Kontinuität im Raum

Titel des Werks: Einzigartige Formen der Kontinuität im Raum (Forme uniche della continuità nello spazio)
Bildhauer: Umberto Boccioni
Entstehungszeit: 1913
Material der Statue: Bronze
Ausstellungsort: Museum of Modern Art (New York, USA)

Der italienische Künstler war Vertreter des Futurismus. Die für die Strömung typische Bewegungsstudie erscheint auch in seinen Werken: Gleichzeitigkeit, Dynamismus, Kraftfelder und Materialbewegung. Seiner Meinung nach strebt jedes Objekt in alle Richtungen nach Unendlichkeit.
Anstelle von Statik und Gleichgewicht werden die Werke von Geschwindigkeit und dem Fehlen der Harmonie beherrscht.
Das unstillbare Gefühl der Bewegung erscheint nicht nur auf seinen Gemälden, sondern auch in seinen Skulpturen. „Einzigartige Formen der Kontinuität im Raum“ ist ebenfalls ein gewagtes und außerordentliches Experiment, um die räumliche Bewegung durch Darstellung des Gehens mithilfe der Dynamik der Muskeln realistisch wiederzugeben.

Animation

Narration

Die Kunst war in allen Epochen der Geschichte ein realer Spiegel des Denkens, der Begehren und der Gefühle der damaligen Künstler.
Die universellen Meilensteine der Bildhauerkunst charakterisieren neben der jeweiligen Stilepoche auch deutlich ihre Schöpfer. Natürlich lässt sich hinter der individuellen Formenwelt auch immer ein universeller, gemeinsamer Inhalt finden.

Der Diskuswerfer entstand im 5. Jh. v. Chr., im sogenannten Strengen Stil der antiken griechischen Kunst. Die ursprünglich aus Bronze gefertigte Statue ist eines der bekanntesten Werke von Myron.
Sie stellt anatomisch genau einen jungen Athleten in einem der wichtigsten Momente der Bewegungsreihe im Diskuswerfen dar. Leider ist das Original nicht erhalten geblieben, sodass heute nur später entstandene Marmorkopien bewundert werden können.

Die Venus von Milo stammt aus dem 2. Jh. v. Chr. Sie ist eine der bekanntesten Statuen des Hellenismus.
Einen Teil ihres Namens erhielt sie von ihrem Fundort, einer kleinen griechischen Insel.
Sie gilt als eine der berühmtesten Venusstatuen der Welt.
Die Besonderheit des aus Marmor geschaffenen Werkes ist, dass die Arme fehlen. In einer Hand hielt sie wahrscheinlich den aus der Mythologie bekannten goldenen Apfel, den sie von Paris bekam.

Ähnlich der Göttin der Liebe ist auch die Davidfigur in Bildhauerkreisen immer beliebt gewesen. Eine der bekanntesten Darstellungen ist die des Renaissancemeisters Michelangelo.
Das monumentale Werk entstand in den ersten Jahren des 16. Jahrhunderts aus Carraramarmor. Der Künstler stellt die biblische Figur anatomisch genau dar.

Der Denker des französischen Bildhauers Rodin entstand in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts.
Die Adam darstellende Figur weist sowohl die Stilmerkmale des Impressionismus als auch die des Symbolismus auf, die damals auf den Künstler einwirkten.
Rodin wollte das Tor zur Hölle schaffen und im Zuge dieses Unternehmens fertigte er die dramatische Figur an. Die überwältigende Bronzestatue vermittelt nahezu fühlbar den Vorgang des kräftezehrenden Denkens.

Die Bronzestatue des im futuristischen Stil schaffenden Bildhauers Umberto Boccioni ist ein Musterbeispiel für die Bewegungsstudien dieser Strömung. Der Künstler versuchte mit seinem Werk namens: „Einzigartige Formen der Kontinuität im Raum“, die Dynamik der Bewegung darzustellen.
Die am Vorabend des 1. Weltkrieges entstandene, das Gehen darstellende Statue, wird anstelle von Statik und Gleichgewicht, von Geschwindigkeit und dem Fehlen der Harmonie beherrscht.

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Apoxyomenos

Das charakteristische Kunstwerk der griechischen Antike lag am Meeresgrund der Adria.

Ivan Meštrović: Geschichte der Kroaten

Eines der berühmtesten Werke des kroatischen Bildhauers zeigt eine Frau in Tracht.

Venusfigurinen

Die aus der Steinzeit stammenden Statuetten symbolisieren Fruchtbarkeit und Wohlstand.

Das Dionysostheater (Athen, 4. Jh. v. Chr.)

Das charakteristisch geformte Theater befand sich an der Südseite der Athener Akropolis.

Der Domplatz (Szeged)

Die Szegediner Votivkirche ragt aus dem einzigartigen Gebäudekomplex des Domplatzes heraus.

Der Reiter von Madara

Das sich in Bulgarien befindende außergewöhnliche Felsrelief entstand wahrscheinlich zur Wende vom 7. zum 8. Jahrhundert.

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Eines der schönsten im Jugendstilbauwerke der Stadt Szeged ist der Reök-Palast.

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Der mittelalterliche Glockenturm der Kathedrale in Pisa ist der berühmteste schiefe Turm der Welt.

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Die Statue war ein Geschenk des französischen Volkes zum 100. Jahrestag der Unabhängigkeit.

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Die Götter der altgriechischen Mythologie waren, wie die Menschen auch, sehr unterschiedlich.

Mykene (2. Jahrtausend v. Chr.)

Die Stadt war die erste Siedlung der Geschichte, die über eine Akropolis verfügte.

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Eines der ersten nach antiken Regeln erbaute überdachte Theater der Neuzeit wurde 1585 eingeweiht.

Die Weltwunder der Antike

Von den Weltwundern der Antike existieren heute nur noch die Pyramiden von Gizeh.

Moai (Osterinsel, 16. Jahrhundert)

Die kleine, sich im Stillen Ozean befindende Insel wurde aufgrund ihrer außergewöhnlichen Steinstatuen berühmt.

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Das Glaubens- und Sportereignis machte die Stadt zu einem Zentrum des antiken Hellas.

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Die vielleicht berühmteste Zitadelle der Welt wurde zur Friedenszeit des Perikles erbaut.

Griechische Säulenordnungen der Antike

Die griechischen Säulenordnungen unterscheiden sich in Größe und Dekor des Kapitells voneinander.

Griechische Vasen der Antike

Die Meisterwerke der altgriechischen Keramiker sind wichtige antike Artefakte.

Im Atelier von Leonardo da Vinci (Florenz, 16. Jahrhundert)

Besuche die Werkstatt des Universalgelehrten mit seinen bedeutendsten Schöpfungen.

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