Die Tarawa LHA-1 (1976)

Die Tarawa LHA-1 (1976)

Seit den 1940er Jahren beherrschen die immer größer werdenden Flugzeugträger die Ozeane.

Technik

Schlagwörter

Tarawa, Flugzeugträger, Schlachtschiff, Marine, Deck, Kommandoturm, Radar, Startbahn, Kran, Operation, Seemann, Angriff, Hubschrauber, Pearl Harbor, Flugapparat, Harrier, Kobra, Verkehr, Technik

Verwandte Extras

3D-Modelle

Flugzeugträger

Die Riesen der Ozeane: Die amphibischen Angriffsschiffe

Bereits im 1. Weltkrieg wurden mit einem hydraulischen Aufzugssystem versehene amphibische Mutterschiffe für fast ausschließlich Hydroplane verwendet. Bei der Weiterentwicklung dieser entstanden die amphibischen Angriffsschiffe, welche zur Zeit des 2. Weltkriegs aufgrund ihrer Reichweite und Bewaffnung zu den Beherrschern der Ozeane wurden. Von ihren Decks aus können auch Maschinen mit bereiftem Fahrwerk starten.
Zu Beginn der 1950er Jahre erschienen die immer riesigeren amphibischen Superangriffsschiffe, die 300 Meter lang waren und eine Wasserverdrängung von 90000 Tonnen hatten. Infolge des in den 1950er Jahren entwickelten Nuklearantriebs mit Atomreaktoren neben den Dampfturbinen ist ihre Reichweite sozusagen unendlich.
Die Angriffsschiffe werden in verschiedene Typen gegliedert. Heutzutage besitzt die USA die größte Flotte, deren Nimitz-Klasse die größte ist (340 m lang, 78 m breit, maximale Wasserverdrängung 100.000 t, 2 Atomreaktoren + 4 Dampfturbinen, 60 km/h Geschwindigkeit). Neben ihrer Respekt einflößenden Bewaffnung (Kanonen, Raketenabschussbasis) können sie knapp 100 Flugzeuge und Helikopter transportieren. Ihre Besatzung aus Matrosen und Flugpersonal besteht aus 5.0006.000 Mann. Unter diesen Schiffen sind die USS Nimitz (1975), die USS Enterprise (1960) und die USS Eisenhower (1975) die berühmtesten.

Das amphibische Angriffsschiff USS Nimitz

Draufsicht

Form und Aufbau des amphibischen Angriffsschiffs

Die Form des Schiffes verfolgt im Zusammenhang mit dem Starten und Landen der Flugzeuge zwei Ziele: Stabilität und ein großflächiges Deck.
Der aus dem Körper des amphibischen Angriffsschiffs herausragende Teil ist der Steuerturm, der „Insel“ genannt wird. Auf diesem befinden sich die Radare, die Antennen und die anderen die Kommunikation und Navigation unterstützenden Instrumente. Im Gebäude gibt es zwei Kommandanturen für Kapitän und Fluglotsen.
Das Oberdeck (0. Etage) ist das Flugzeugdeck. Meistens ist es 200–300 m lang und 70–80 m breit. Unter ihm (-1. Etage) befindet sich das Hangardeck, wo die Flugzeuge und andere Militärapparate gelagert werden.

In der nächsten Etage (-2) befindet sich die Kampfleitungskommandantur. Auch die Maschinenräume und Lager befinden sich hier und auf den unter diesem befindlichen Decks. Das Wechseln der Etagen ist durch Flugzeug-, Waffen-, Last- und Personenaufzüge möglich. Wichtige Räume sind die Küche, der Essraum und der Schlafbereich. Die Räumlichkeiten des Hangardecks können seitlich geöffnet werden.
Die eigene Bewaffnung des Schiffs (Kanonen, Raketenabschuss) befindet sich in den Rumpf eingebettet oder auf dem Oberdeck. Hier findet man meistens auch die Rettungsboote.
Das Schiff besitzt ein mehrere hundert Kilometer langes Rohrleitungssystem.

Das amphibische Angriffsschiff USS Eisenhower

Deck

Menschen und Geräte: Leben auf dem Schiff

Die amphibischen Angriffsschiffe werden auch „schwimmende Festung“, „schwimmende Insel“ oder „schwimmende Stadt“ genannt. Die Größe des Schiffes und die Zahl der Besatzungsmitglieder rechtfertigen diese Begriffe.
Eine der wichtigsten und auch gefährlichsten Arbeiten wird auf dem Oberdeck verrichtet. Die Verantwortung der hier Arbeitenden ist riesig: Sie kümmern sich um das Starten und Landen der Maschinen und versehen diese mit Raketen und Bomben. Die vom Hangardeck mit dem Aufzug hochgefahrenen Maschinen werden von der Besatzung in einer speziellen Arbeitskleidung mit einer besonderen „Zeichensprache“ koordiniert. Den Launen des Wetters ausgesetzt auf einer ebenen Fläche inmitten der ständig startenden und landenden Maschinen und des Sprengstoffs erfordert diese Arbeit eine außerordentliche Präzision und hochgradiges Teamwork.
Auf den unteren Decks stellt die Verpflegung der 3.0004.000 Mann starken Besatzung eine ernste Herausforderung dar. Täglich werden mehrere Tonnen Fleisch und Gemüse aufgebraucht. Die Apparate des Schiffes produzieren fast 1 Million Liter Trinkwasser am Tag.

Aufbau

  • Kommandoturm
  • Radar
  • Suchradar
  • Flugzeuglift
  • Flugdeck
  • Kran
  • Hangardeck
  • Luftabwehrgeschütz
  • Kommunikations- einrichtungen
  • Rettungsboote
  • Welldeck zum Entsenden von Expeditionseinheiten
  • Harrier Kampfflugzeug
  • Cobra Kampfhubschrauber
  • Schiffsschraube

Starten-Landen

Kritische Situation 1: Das Starten der Flugzeuge

Das Dampfkatapult ist ein Gerät für die Beschleunigung der Flugzeuge vor dem Abheben, welches hauptsächlich auf Schiffen benutzt wird.
In der unter dem Flugzeug befindlichen Schiene bewegt sich ein Schlitten, der bei neueren Typen mit einer Eisenstange am Rumpfbug festgemacht wird. Diese schwache Eisenstange bricht am Ende des Starteprozess durch den Druck entzwei. Zur Beschleunigung des Flugzeugs wird Hochdruckdampf, der die Dampfturbine des amphibischen Angriffsschiffes versorgt, verwendet. Der Antrieb der Katapulte kann statt mit Dampf auch mit einem linearen Elektromotor erfolgen. Das Starten der Flugzeuge wird meistens mit einer am Bug des Schiffes befindlichen und über die Länge der Landebahn reichenden „Skisprungschanze“ ermöglicht, die sich meist auf britischen und russischen Schiffen befindet. Die Steigung der Schanze beträgt im Allgemeinen zwischen 10 und 20 Grad. Die ausgezeichnete Arbeit des professionellen Personals macht es möglich, dass aller 12–15 Sekunden ein Flugzeug starten kann.

Flugzeug beim Abflug

Kritische Situation 2.: Das Landen der Flugzeuge

Die Rückkehr der Flugzeuge auf das Angriffsschiff sind ein noch gefährlicheres Unterfangen als das Starten. Um das Landen noch sicherer zu machen, arbeiten Ingenieure noch heute durch ständige Entwicklungen daran. Die Geschwindigkeit des ankommenden Flugzeugs muss so gering wie möglich sein, natürlich ohne einen gefährlichen Grenzwert nicht zu übertreten. Doch auch dann ist es noch zu schnell, um auf der Oberfläche des Decks des Angriffsschiffes mit seinem eigenen Bremssystem zum Stehen zu kommen. Deshalb entwickelten die Amerikaner ein Bremstauwerk, welches die Flugzeuge relativ sicher verlangsamt. Ein weiteres Problem ist die Orientierung. Unter schlechten Sichtbedingungen oder nachts helfen außer dem Radar die auf der Landebahn angebrachten Landelichter, eine Erfindung der Briten, den Piloten.
Obwohl das Landen bei Helikoptern ein leichteres Manöver ist, muss die vielköpfige Besatzung beim Organisieren der Landungen aufgrund der vielen Maschinen präzise und aufeinander abgestimmte Arbeit leisten. Der Aufbau des Decks ermöglicht, dass zur gleichen Zeit mehrere Starte- und Landeprozesse abgewickelt werden können.

Flugzeug beim Landen

Animation

  • Kommandoturm
  • Radar
  • Suchradar
  • Flugzeuglift
  • Flugdeck
  • Kran
  • Hangardeck
  • Luftabwehrgeschütz
  • Kommunikations- einrichtungen
  • Rettungsboote
  • Welldeck zum Entsenden von Expeditionseinheiten
  • Harrier Kampfflugzeug
  • Cobra Kampfhubschrauber
  • Schiffsschraube

Narration

Bereits im 1. Weltkrieg wurden mit einer hydraulischen Hebevorrichtung versehene Flugzeugmutterschiffe verwendet, allerdings fast ausschließlich für Wasserflugzeuge. Als Weiterentwicklung dieser entstanden die Flugzeugträger, welche zur Zeit des 2. Weltkriegs aufgrund ihrer Reichweite und Bewaffnung zu den Herren der Ozeane wurden. Von ihren Decks aus können auch Maschinen mit bereiftem Fahrwerk starten. Die Flugzeugträger werden auch „schwimmende Festung“, „schwimmende Insel“ oder „schwimmende Stadt“ genannt. Die Größe des Schiffes und die Zahl der Besatzungsmitglieder rechtfertigen diese Bezeichnungen.

Die Form des Schiffes verfolgt bezüglich des Startens und Landens der Flugzeuge zwei Ziele:
Stabilität und ein großflächiges Deck.
Der aus dem Rumpf des Flugzeugträgers herausragende Teil ist der Kommandoturm, der „Insel“ genannt wird. Auf diesem befinden sich die Radaranlagen, die Antennen und die anderen Kommunikations- und Navigationsinstrumente. Im Turm gibt es zwei Kommandobrücken, die des Kapitäns und die der Fluglotsen.

Die 0. Etage, das Oberdeck ist das Flugdeck. In der Regel ist es 200–300 m lang und 70–80 m breit. Unter ihm, in der -1. Etage, befindet sich das Hangardeck, wo die Flugzeuge und andere Militärgeräte gelagert werden.
In der nächsten Etage, der -2. befindet sich die Operationseinsatzzentrale. Auch die Maschinen- und Lagerräume befinden sich hier und auf den darunter befindlichen Decks.
Das Wechseln der Etagen ist über Flugzeug-, Waffen-, Last- und Personenaufzüge möglich. Wichtige Räume sind auch die Küche, der Speisesaal und der Schlafbereich. Die Hallen des Hangardecks können seitlich geöffnet werden. Die Schiffsbewaffnung, also die eigenen Geschütze und Raketenbatterien, befinden sich in den Rumpf integriert oder auf dem Oberdeck. Hier findet man meistens auch die Rettungsboote.

Die USS Tarawa wurde 1976 in Dienst gestellt. Das amphibische Angriffsschiff der US Marine ist 250 Meter lang und 32 Meter breit. An Bord dienten gleichzeitig mehr als 2.000 Matrosen. Ihre furchterregende Bewaffnung wurde von den 35 Helikoptern und 8 Harrier Kampfjets komplettiert. Ihren Namen erhielt sie von einem Korallenatoll, das Schauplatz einer Schlacht im 2. Weltkrieg war. 2009 ging die Tarawa außer Dienst, aber ihr Andenken wird auch dadurch bewahrt, dass die gesamte Schiffsklasse nach ihr benannt ist.

Verwandte Extras

Amerikanischer Marineinfanterist (Anfang des 21. Jahrhunderts)

Die speziell ausgebildeten Marineinfanteristen sind ein bedeutender Teil der US-Streitkräfte.

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Sie war der Stolz der britischen Kriegsmarine und revolutionierte den Bau von Schlachtschiffen.

Der AH–64 Apache (USA, 1975)

Der Kampfhubschrauber wurde für die US-amerikanischen Streitkräfte entwickelt.

Der Öltanker

Öltanker erschienen Ende des 19. Jahrhunderts und gehören heute zu den größten Schiffen der Welt.

Die F-16 „Fighting Falcon“ (USA, 1978)

Der Kampffalke ist in der Kategorie Kampfbomber das erfolgreichste Flugzeug.

Die USS Missouri (USA, 1944)

Das im 2. Weltkrieg in Dienst gestellte US Schlachtschiff diente sogar noch im Golfkrieg.

Die Vought F4U Corsair (USA, 1944)

Die Corsair hatte einen Doppelsternmotor und spielte eine bedeutende Rolle im 2. Weltkrieg.

Die A6M Zero (Japan, 1940)

Das japanische Trägerjagdflugzeug war eine der legendären Maschinen des 2. Weltkriegs.

Die USS Ohio (USA, 1979)

Der Atomantrieb wurde Mitte des 20. Jahrhunderts als erstes von der US Navy auf U-Booten eingesetzt.

Das Containerschiff

Die Handelsrouten der Containerschiffe verbinden heute die ganze Welt.

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US-Ingenieur Robert Fulton entwarf den ersten funktionsfähigen dampfgetriebenen Raddampfer.

Das Luftkissenfahrzeug SR.N4 Mk.III

Luftkissenfahrzeuge erreichen über der Wasseroberfläche gleitend hohe Geschwindigkeiten.

Der Dampfer Kisfaludy (1946)

Die Testfahrt des ersten Schaufelraddampfers auf dem Plattensee fand 1846 statt.

Die Bireme (Das Ruderkriegsschiff der Antike)

Ein zweireihiges Ruderkriegsschiff, das von dem sich am Bug befindenden Rammsporn geprägt ist.

Die Quinquereme (3. Jahrhundert v. Chr.)

Das Segelschiff mit mehreren Ruderebenen war das typische Ruderkriegsschiff des Hellenismus.

Die RMS Queen Mary 2 (2003)

Zur Zeit ihres Baus war die Queen Mary 2 das größte Passagierschiff der Welt.

Die Titanic (1912)

Die RMS Titanic war zu Beginn des 20. Jahrhunderts das größte Passagierschiff der Welt.

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