Die Funktionsweise der Kanone (18. Jh.)

Die Funktionsweise der Kanone (18. Jh.)

Die an Land und zur See einsetzbare Kanone war eine der wichtigsten Feuerwaffen der Neuzeit.

Geschichte

Schlagwörter

Kanone, Funktionsweise der Kanone, Artillerie, Kanonenrohr, Gestell, Kanonenkugel, Schießpulver, Zündschnur, Zündlanze, Waffe, Neuzeit, Schub, Pfropfen

Verwandte Extras

3D-Modelle

Artillerie

Auf Gestell montierte Feuerwaffe

Die Kanone ist ein Geschütz und gehört zu den Rohrwaffen.
Ihre Geschichte ist eng mit Verwendung des von den Chinesen erfundenen Schießpulvers verbunden. Nach Europa kam sie wahrscheinlich durch Vermittlung der Araber oder Mongolen. Ihren ersten (nachgewiesenen) militärischen Einsatz hatte sie während des Hundertjährigen Krieges zwischen England und Frankreich. In Ungarn trat sie erstmalig in König Ludwig I. Armee – auch im 14. Jahrhundert – auf. Anfangs benutzte man sie um Festungen sturmreif zu schießen, später auch auf dem Schlachtfeld, um die geschlossenen Reihen des Gegners zu sprengen. Im 16. Jahrhundert erreichten sie auch die Kriegsschiffe und gelangten mit den Eroberern in die entlegensten Winkel der Erde. Im Laufe der Entwicklung nahm das Gewicht der Kanonen ab und der Wirkungsgrad wurde erhöht (vor allem durch die Herstellung von Stahl). Es entwickelten sich viele verschiedene Typen und auch die heutigen modernen Armeen verwenden sie noch.

Kanonenfeuer

Aufbau der Kanone

  • Kanonenrohr
  • Gestell
  • Zündschnur
  • Dorn

Aufbau und Funktion

Der wichtigste Teil der Kanone ist ihr Rohr. Zu Beginn wurde es aus Kupfer, dann aus Messing und schließlich aus Eisen hergestellt. Im 19. Jahrhundert wurde dann Stahl das Grundmaterial. Die Palette der im Laufe der Jahrhunderte verwendeten Kanonen unterscheidet sich stark in Rohrlänge und Durchmesser. Ein weiteres wichtiges Element ist das Gestell, das sich nach dem Verwendungszweck richtet. Grundsätzlich wird nach stationären und mobilen Gestellen unterschieden. Beim Laden wurde zuerst das Schießpulver eingebracht, dann, zwischen zwei Pfropfen, das Geschoss (die Kanonenkugel). Nach entzünden der Zündschnur explodierte das Schießpulver, wodurch sich ein hoher Druck aufbaute, der auf die Kugel wirkt und diese mit hoher Geschwindigkeit aus dem Rohr schießt. Diese schlägt dann nach ihrer Flugbahn in das Ziel ein.

Querschnitt der Kanone

  • Kanonenrohr
  • Gestell
  • Schießpulver
  • Lauf
  • Kanonenkugel
  • Pfropfen
  • Zündschnur
  • Dorn
  • Handramme
  • Pulverlöffel
  • Zündlanze

Kanone

Narration

Als erster Schritt wurde mit dem Pulverlöffel Schießpulver in das Kanonenrohr gefüllt. Das Schießpulver wurde mit einem mit der Handramme eingeschobenen Pfropfen verdichtet und verschlossen. Anschließend wurde das Geschoss, die Kanonenkugel in das Rohr eingebracht. Nach der Kugel folgte noch ein weiterer Pfropfen und in den Dorn wurde die Zündschnur eingefügt, die dann mit der Zündlanze entzündet wurde. Die Explosion des Schießpulvers entfachte einen hohen Druck auf das Geschoss, welches dadurch mit großer Geschwindigkeit aus dem Rohr geschossen wurde. War die Konstruktion nicht gesichert, so machte die Kanone außerdem einen großen Satz nach hinten.

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