Die Burg von Gyula (Ungarn)

Die Burg von Gyula (Ungarn)

Die ältesten Teile der Ziegelsteinburg wurden vermutlich Ende des 14. Jahrhunderts errichtet.

Geschichte

Schlagwörter

Schloss, Burg Gyula, Gyula, Ziegelburg, Schutzburgsystem, Turm, Palisade, gotischer Stil, Gotik, Mittelalter, Ungarn, Haus Anjou, Herrenhaus, Gebäude, Kris White, Schutz, Sigismund von Luxemburg, János Maróti, Burgtheater, Aufbau, Überschwemmungsgebiet

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Fragen

  • Was war NICHT Teil der inneren Burg?
  • In welchem Stil wurde die innere Burg gebaut?
  • In welchem Gebäude waren die Soldaten der Husarenburg untergebracht?
  • Was gehörte NICHT zur inneren Burg?
  • Wer waren die Husaren?
  • Stimmt diese Behauptung?\nDie Burg von Gyula war ein wichtiger Teil des ungarischen Grenzfestungssystems.
  • In welchem Land befindet sich die Burg Gyula?
  • Nach wem wurde die Stadt Gyula benannt?
  • Auf dem Überschwemmungsgebiet welches Flusses wurde die Burg von Gyula gebaut?
  • Was charakterisierte die natürliche Umwelt der mittelalterlichen Burg von Gyula?
  • Wem gehörte die Domäne am Anfang der Bauarbeiten der Burg?
  • Welcher König übertrug die Domäne János Maróti?
  • Wann geriet die Burg in die Hände von Ferdinand I.?
  • Was ist kein wichtiger Bestandteil der Burg?
  • Woraus war die Palisade gebaut?
  • Wie wurde ein Teil der äußeren Burg genannt?
  • Woraus bestand innere Burg?
  • Was bedeutet der Ausdruck Rondell?
  • In welchem Jahr belagerten die Türken die Burg?
  • In welchem Jahr eroberten die christlichen Truppen die Burg von den Türken zurück?
  • Was macht die Burg besonders?

3D-Modelle

Burg und Insel

Vogelperspektive

  • landwirtschaftliche Nutzfläche
  • Siedlung - Der Name Gyulas geht auf einen Fürsten gleichen Namens zurück, der hier einen Kloster Namens Gyulamonostor gründete.
  • Überschwemmungs- gebiet - Die mittelalterliche Burg erstreckte sich im sumpfigen Überschwemmungsgebiet der Kreisch. Diese Umgebung erleichterte die Verteidigung der Festung.
  • Burg - Von den Ziegelburgen des mittelalterlichen Mitteleuropas ist sie die Einzige, die erhalten blieb. Sie wurde in gotischem Stil gebaut.

Burg Gyula

  • Husarenburg - Äußere Burg der Festungen der Türkenzeit. Sie wurde nach den darin befindlichen leichten Kavalleristen benannt. Bei der Burg von Gyula ist sie ein Teil der äußeren Burg.
  • äußere Burg - Die starke Verteidigungslinie ist das Palisadensystem, das die innere Burg umgibt.
  • innere Burg - Der Teil der Festung, der am besten verteidigt werden kann. Sie war aus Ziegeln gebaut, weil in der Gegend die entsprechende Menge an Stein nicht zur Verfügung stand.

Husarenburg

  • Wassergraben
  • Palisade - Die Husarenburg war von einer starken Burgmauer und einem Graben umgeben. Die Burgmauer war aus Holz und Erde gefertigt. Die sogenannte gepolsterte Burgmauer waren die stärksten.
  • Bastion - Eine aus der Burgmauer nach außen herausragende Verteidigungsanlage. Sie diente zur Platzierung der Geschütze der Verteidigungsartillerie.
  • Torturm
  • Brücke
  • Kaserne - Dient als Unterkunft der in der Husarenburg stationierten Soldaten.
  • Ställe
  • Geschützturm - Ein selbstständiges, rundförmiges Gebäude, das aus der Ebene der Husarenburg herausragt. Es wurde aus Holz und Erde gefertigt.
  • Verteidigungsanlage - Die Burgmauer wurde mit einer parallelen Umzäunung, Graben und in die Erde gesteckten Pfählen gestärkt.

Innere Burg

  • Tor- und Wohnturm - Ein essenzieller Teil der inneren Burg.
  • Zugbrücke
  • Burgmauer
  • Bastion - Eine aus der Burgmauer nach außen herausragende Verteidigungsanlage. Sie diente zur Platzierung der Geschütze der Verteidigungsartillerie.
  • Palast - Einer der repräsentativsten Teile der Burg. Er besteht aus privaten und öffentlichen Räumen. Unter anderem wurden hier eine Ritterhalle und eine Kapelle errichtet.
  • Hof und Brunnen
  • Rondell - Runde Bastion, die zur Zeit von Johann Corvinus gebaut wurde.

Burghof

Animation

Narration

Mitteleuropas einzige erhaltene mittelalterliche Ziegelsteinburg befindet sich im Südosten Ungarns, in Gyula. Die Siedlung wird bereits 1313 erstmals urkundlich erwähnt, ab 1332 mit ihrem heutigen Namen. Der Bau der Burg erfolgte vermutlich von 1403 bis 1445, dem Jahr, in dem Chroniken von der Weihe der Burgkapelle berichten.

Die Lage auf einer Insel der sumpfigen Flussaue der Weißen Kreisch gab der Burg zwar einen natürlichen Vorteil im Verteidigungsfall, allerdings war auch ein aufwendiges Fundament aus in den Boden getriebenen Eichpfählen von Nöten. Da es in der Nähe keinen Steinbruch gab, wurden zum Bau der gotischen Burg Ziegelsteine verwendet.

Sie war von einer Palisade aus Erde und Holz umgeben, die im Wesentlichen als äußere Burg fungierte. Ein besonderer Teil der Burg war die sogenannte Husarenburg, in der die gleichnamige leichte Kavallerie untergebracht war.

Charakteristisch für die Burg ist der Burgturm, von dem die südöstliche Mauer gut verteidigt werden konnte, sowie die um die innere Burg gezogene Schutzanlage: die Bastei mit zwei kleineren eckigen Türmen. Das Rondell, der Rundturm der Bastei, ist bis heute erhalten.

Strategische Bedeutung erlangte die Burg 1514, während des von György Dózsa angeführten Bauernkriegs und 1552 wurde sie, mittlerweile im Besitz des ungarischen Königs Ferdinand I., ein wichtiges Element im ungarischen Grenzfestungssystem. Die Animation zeigt den Zustand der Burg zu dieser Zeit.

Nach mehrfacher erfolgloser Belagerung eroberten die Osmanen die Burg 1566, dem Todesjahr des osmanischen Sultans Suleiman dem Prächtigen. Erst 1695 konnte die zum Provinzzentrum aufgestiegene Burg von den christlichen Truppen zurückerobert werden.

Auch die Folgezeit verlief turbulent und die Burg wurde 1904 schließlich unbewohnbar.
In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde die Backsteinburg sorgfältig erforscht und renoviert. Heute erfreut sie sich einer großen Beliebtheit bei Touristen, und ist ein Kulturzentrum.

Verwandte Extras

Der Rittersaal

Einer der wichtigsten Bestandteile einer mittelalterlichen Burg war der Rittersaal.

Die Belgrader Festung (15. Jahrhundert)

Sie war eines der bedeutendsten Glieder in der Kette der damaligen ungarischen Festungen.

Die Burg von Eger (16. Jahrhundert)

Im 16. J.h. erhielt die ungarische Schutzburg ihre klassische Form.

Das Feuerrad

Die Verteidiger der Burg Eger erfanden eine tödliche Waffe, ein Rad voller Schießpulver und Öl.

Das Schloss Mir (17. Jahrhundert)

Das Schloss Mir im Gotik-Renaissance-Stil befindet sich in der Stadt Mir in Weißrussland.

Das Schloss Varaždin (16. Jahrhundert)

Das hervorragend instand gehaltene Schloss Varaždin im Nordwesten Kroatiens ist heute ein Museum.

Der Sultan des Osmanischen Reiches

An der Spitze des Osmanischen Reiches standen die Sultane, sie waren Herrscher über Leben und Tod.

Die Burg Diósgyőr

Die mittelalterliche ungarische Burg wurde von König Ludwig I. erbaut.

Die Burg von Szigliget (17. Jahrhundert)

Die Steinburg war ein Teil des Systems aus Verteidigungsburgen zum Schutz gegen die Türken.

Die Festung von Großwardein (1775)

Die siebenbürgische Burg ist ein gutes Beispiel mittelalterlicher Festungsarchitektur.

Die Funktionsweise der Kanone (18. Jh.)

Die an Land und zur See einsetzbare Kanone war eine der wichtigsten Feuerwaffen der Neuzeit.

Die Kuruzen

Antihabsburgische Rebellen im 17–18. Jh.

Hussitische Wagenburg

Die Hussiten meisterten die Kunst des Wagenburgbaus im 15. Jahrhundert.

Mittelalterlicher Wohnturm

Der „Donjon“ war charakteristisch im Mittelalter und wurde oft unabhängig von einer Burg gebaut.

Osmanische Soldaten (16. Jahrhundert)

Sowohl die Janitscharen (Söldner) als auch die Sipahi (Vasallen) dienten im Osmanischen Reich.

Turm- und Basteitypen

Der Aufbau der Festungen entwickelte sich parallel zur Kriegstechnik.

Die Bastille (Paris, 18. Jahrhundert)

Das Pariser Gefängnis wurde durch die Geschehnisse während der Revolution von 1789 zur Legende.

Erdburg bei Szabolcs (Ungarn)

Dreieckige Erdburg eines ungarischen Stammesfürsten aus der Zeit nach der Landnahme.

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