Die Burg von Eger (16. Jahrhundert)

Die Burg von Eger (16. Jahrhundert)

Im 16. J.h. erhielt die ungarische Schutzburg ihre klassische Form.

Geschichte

Schlagwörter

Burg von Eger, Eger, Schutzburgsystem, Schloss, Festungsarchitektur, Befestigungsanlage, Verteidigungsburg, Turm, osmanische Belagerung, Gárdonyi, Sterne von Eger, Kathedrale, Palast, Belagerung, Geschützturm, Architektur, Ungarisch, osmanisch, Neuzeit, Geschichte

Verwandte Extras

Fragen

  • Mit welcher Form wird der Grundriss der Burg von Eger im Roman von Géza Gárdonyi beschrieben?
  • Stimmt diese Behauptung?\nDie Burganlage von Eger besteht aus drei Bereichen, dem äußeren, dem mittleren und dem inneren Teil.
  • Stimmt diese Behauptung?\nDie Burg von Eger war die einzige Burg, die gegen eine Belagerung der türkischen Hauptarmee im 16. Jahrhundert erfolgreich verteidigt werden konnte?
  • Wer war während der berühmten Belagerung von Eger der türkische Sultan?
  • Wann wurde die Kathedrale der Burg gebaut?
  • Welcher ungarische König ernannte Eger zum Bischofssitz?
  • Welcher Begriff steht für\neine von Säulen getragene Bogenreihe?
  • Was für ein architektonisches Element verzierte das Erdgeschoss des Bischofspalastes?
  • In welchem Stil wurde der Bischofspalast gebaut?
  • Wann wurde der Bischofspalast gebaut?
  • Welches Gebäude gab es in der Burg von Eger NICHT?
  • Am Fuße welches ungarischen Gebirges steht die Burg von Eger?
  • Welche Bastei hatte die Burg von Eger NICHT?
  • Wer schrieb im 16. Jahrhundert „Das wahre Lied vom Kampf um die Burg von Eger“?
  • Welche Bastei hatte die Burg von Eger NICHT?
  • Wann wurde die Burg von Eger von den Türken erobert?
  • Wie hieß der ungarische Schriftsteller, durch dessen Roman die Geschichte der Burg von Eger berühmt wurde?
  • Welcher ungarische König genehmigte dem Bischof von Eger den Bau der Burg?
  • Wer gehörte NICHT zu den legendären Burgverteidigern von Eger?
  • Wer war während der legendären türkischen Belagerung\nder Burghauptmann von Eger?
  • In welchem Jahr fand die berühmte türkische Belagerung der Burg von Eger statt?
  • In welchem Jahrhundert wurde die Burg von Eger ein wichtiges Element des ungarischen Schutzburgsystems?

3D-Modelle

Festung Eger (16. Jahrhundert)

  • Alter Torturm
  • Bebek Bastei
  • Bolyki Bastei
  • Äußere Burg
  • Csabi Bastei
  • Heiligtum Bastei
  • Sándor Bastei
  • Erde Bastei
  • Kerker Bastei
  • Bischofspalast
  • Kathedrale
  • Innere Burg
  • Dobó Bastei
  • Varkoch Tor

Die Burg von Eger wurde auf einem Hügel gebaut. Die die Festung umgebende äußere Mauer und bestimmte Teile der äußeren Burg wurden nach dem Tatarensturm, im 13. Jahrhundert errichtet. Nach den ständigen Erweiterungen erhielt sie schließlich im 16. Jahrhundert ihre in der Animation dargestellte Form.
Ihrem Aufbau nach lässt sich die Burganlage in zwei Bereiche teilen: die äußere und die innere Burg. In letzterer befanden sich die wichtigen Gebäude der Burg: der Bischofspalast, die Kirche und die Lagerstätten. In der äußeren Burg sind eine kleinere Kirche und einige Wohnhäuser zu sehen. Die die Burg umschließende Mauer war durch Basteien verstärkt. Diese Basteien wurden nach berühmten Burgverteidigern benannt, die bedeutendste war die noch vor dem Türkensturm von 1552 erbaute Dobó-Bastei. Im Inneren der Burgmauer verlief der sogenannte Mördergang, der die Arbeit der Burgverteidiger erleichterte.

Innere Burg

Die Burg von Eger

Die Vorgeschichte, der am Fuß des Bükkgebirges stehenden Burg Eger reicht bis ins 11. Jahrhundert, in welchem, unter dem Heiligen Stephan die Kathedrale gebaut wurde, zurück. Nach dem Tatarensturm erhielt Bischof Lampert vom König Béla IV. die Genehmigung für den Bau einer Burg. Zu dieser Zeit wurde ein Teil der späteren äußeren Burg und die diese umgebende starke Steinmauer fertig gebaut. Die Festung Eger erhielt ihre klassische Form und ihre wichtige Rolle als ungarische Schutzburg im Verlauf des 16. Jahrhunderts.

Die auf einen Berg gebaute Burg war im Prinzip in zwei Teile, in die äußere und die innere Burg, gegliedert. Die Burgmauer, die die Festung umgab, war mit Basteien verstärkt.
Auf dem Burggelände fanden viele wichtige Gebäude Platz. Heraus ragten Unter diesen ragten die Kirche und der Bischofspalast heraus.

So richtig berühmt wurde die Festung von Eger dann nach dem Sieg über die Osmanen im Jahr 1552.
Der Roman (Sterne von Eger) des ungarischen Schriftstellers Géza Gárdonyi spielte eine große Rolle dabei, dass die gegen die türkische Übermacht vollbrachten Heldentaten des Burghauptmanns István Dobó und seiner Soldaten nicht in Vergessenheit geraten sind.

Géza Gárdonyi

Bischofspalast

Der gotische Bischofspalast

János Bekensloer, der Bischof von Eger ließ den Bischofspalast im 15. Jahrhundert errichten. Er diente sowohl dem Komfort des Bischofshofes als auch der Unterbringung seiner illustren Gäste. Da der König zu dieser Zeit des Öfteren in Eger weilte, bestand Bedarf für ein repräsentatives Gebäude, das auch zur Ausrichtung von Empfängen und Festen geeignet war. Der Palast wurde im für das Zeitalter charakteristischen gotischen Stil erbaut. (Er wurde im Jahr 1476 fertiggestellt.) Im Erdgeschoss schmückte das zweigeschossige Gebäude eine imposante Arkadenreihe. In beiden Geschossen gab es zahlreiche Räume. Unter dem Palast befand sich ein geräumiger Keller, der je nach Bedarf unterschiedlichen Zwecken diente (während der osmanischen Belagerung diente er zum Beispiel als Kerker). Der Palast wurde zwischen 1957 und 1965 renoviert und glänzt heute wieder in seiner vollen Pracht.

Kathedrale

Dobó-Bastei

Die Bastei des legendären Burghauptmanns

Der legendäre Burghauptmann, István Dobó ließ die Bastei zwischen 1549 und 1552 als Anbau an einen mittelalterlichen Turm errichten. Das auf ein fünfeckiges Fundament gebaute Bauwerk war Teil der Umbauten und Verstärkungen, die zu der Zeit István Dobós verrichtet wurden. Sein Aufbau spiegelt die Regeln des mittelalterlichen Basteibaus wieder. Später wurde dieser Typus durch die italienische Basteiart abgelöst. Nach der türkischen Belagerung von 1552 wurde die Bastei gemeinsam mit den anderen Burgteilen instand gesetzt. Ab dem 18. Jahrhundert wurde sie immer mehr dem Verfall überlassen, bis ihr Überbleibsel schließlich im Jahr 1976 (wegen Unfallgefahr) gesprengt wurden. Ihre Rekonstruktion erfolgte in zwei Phasen. In den 1980er Jahren wurde die Gebäudestruktur wiederhergestellt und zwischen 2002 und 2005 erfolgte auch der Innenausbau.

Spaziergang

Animation

Narration

Die Stadt Eger liegt im Norden Ungarns, am Treffpunkt der ungarischen Tiefebene und des nordungarischen Mittelgebirges, am Südfuß des Bükk-Gebirges. Die mittelalterliche Burg von Eger wurde auf einen Hügel gebaut. Die die Burg umgebende Mauer und einige Teile der äußeren Burg wurden bereits im 13. Jahrhundert errichtet. Dies geschah nach dem Tatarensturm, als Teil der Politik König Béla IV. und auf Befehl des Bischofs von Eger hin. Nach ständig durchgeführten Erweiterungen und Umbauten erhielt die Festung schließlich im 16. Jahrhundert ihre in der Animation gezeigte Form.

Zu Beginn der Neuzeit wurde die Burg von Eger im Kampf gegen die Türken zu einem wichtigen Element des ungarischen Schutzburgsystems. In dieser Zeit wurden die Verteidigungsanlagen modernisiert und die Festung in die äußere und innere Burg geteilt. Dieser Umbau war sehr nötig, denn weder die vorherige Struktur der Burg, noch der im ersten Bau verwendete schwache Rhyolithtuff, hätte den mauerbrechenden Angriffen der feindlichen Artillerie standhalten können.

Die während des Umbaus neu gebaute doppelte Burgmauer war mit Toren und Basteien verstärkt. Die Mehrheit dieser Bauelemente erinnert mit ihrem Namen an die Helden der Burg von Eger. Herausragend unter ihnen war die nach István Dobo benannte Bastei. Er war zur Zeit des Türkensturms 1552 Burghauptmann und ließ diese Bastei zwischen 1549 und 1552 auf das Fundament einer mittelalterlichen Vorgängerin bauen. Der in der Innenseite der Burgmauer eingerichtete, sogenannte Mördergang erleichterte den Burgverteidigern Bewegungen während der Belagerung.
Im 16. Jahrhundert wurden in der äußeren Burg für die Burgbewohner Wohn- und Nutzgebäude errichtet, sowie eine Kirche für die christliche Gemeinde. Zur äußeren Burg hin wurde die innere Burg durch eine innere Mauer geschützt.

An der nordwestlichen Seite der inneren Burg steht der gotische Bischofspalast. Das untere Geschoss des zweistöckigen gotischen Gebäudes wurde bereits im 1516. Jahrhundert erbaut, das Obere jedoch, welches die Merkmale der Gotik und Renaissance in sich vereint, wurde erst im 18. Jahrhundert hinzugefügt.
Das neuzeitliche Bild der Burg wurde, durch die ebenfalls in der inneren Burg erbaute, dreischiffige romanisch-gotische Kathedrale bestimmt. Ihre Türme dominierten nicht nur die Burg, sondern auch die Umgebung, wodurch sie ein leichtes Ziel für die Belagerer war.

Die Burg von Eger erlangte dank des Romans von Géza Gárdonyi einen großen Bekanntheitsgrad. Nach dem heldenhaften Sieg geriet die Burg dann aber im Jahr 1596 doch unter türkische Herrschaft. Glücklicherweise wurde die Burg während der osmanischen Herrschaftszeit aber nicht vernichtet, sondern verstärkt.
Die folgenden stürmischen Jahrhunderte gingen nicht spurlos an dem Bauwerk vorüber, aber dank der Anstrengungen der vergangenen zwei Jahrzehnte glänzt ein Teil der Burg wieder in alter Pracht und lockt von Jahr zu Jahr viele Touristen nach Eger.

Verwandte Extras

Das Feuerrad

Die Verteidiger der Burg Eger erfanden eine tödliche Waffe, ein Rad voller Schießpulver und Öl.

Der Sultan des Osmanischen Reiches

An der Spitze des Osmanischen Reiches standen die Sultane, sie waren Herrscher über Leben und Tod.

Die Belgrader Festung (15. Jahrhundert)

Sie war eines der bedeutendsten Glieder in der Kette der damaligen ungarischen Festungen.

Die Burg von Gyula (Ungarn)

Die ältesten Teile der Ziegelsteinburg wurden vermutlich Ende des 14. Jahrhunderts errichtet.

Die Burg von Szigliget (17. Jahrhundert)

Die Steinburg war ein Teil des Systems aus Verteidigungsburgen zum Schutz gegen die Türken.

Osmanische Soldaten (16. Jahrhundert)

Sowohl die Janitscharen (Söldner) als auch die Sipahi (Vasallen) dienten im Osmanischen Reich.

Das Calvinistische Kolleg von Debrecen (18. Jh.)

Eine der ältesten ungarischen Schulen, an der zahlreiche renommierte Ungarn lernten.

Das Schloss Mir (17. Jahrhundert)

Das Schloss Mir im Gotik-Renaissance-Stil befindet sich in der Stadt Mir in Weißrussland.

Das Schloss Varaždin (16. Jahrhundert)

Das hervorragend instand gehaltene Schloss Varaždin im Nordwesten Kroatiens ist heute ein Museum.

Das ungarische Heer im 15. Jahrhundert (Infanterie)

Die Infanterie war eine wichtige Komponente in Matthias Corvinus (Hunyadi) Söldnerheer.

Das ungarische Heer im 15. Jahrhundert (Kavallerie)

Die gepanzerte Kavallerie war eine wichtige Komponente in Matthias Corvinus (Hunyadi) Söldnerheer.

Der Domplatz (Szeged)

Die Szegediner Votivkirche ragt aus dem einzigartigen Gebäudekomplex des Domplatzes heraus.

Der Rittersaal

Einer der wichtigsten Bestandteile einer mittelalterlichen Burg war der Rittersaal.

Die Burg Diósgyőr

Die mittelalterliche ungarische Burg wurde von König Ludwig I. erbaut.

Die Festung von Großwardein (1775)

Die siebenbürgische Burg ist ein gutes Beispiel mittelalterlicher Festungsarchitektur.

Die Funktionsweise der Kanone (18. Jh.)

Die an Land und zur See einsetzbare Kanone war eine der wichtigsten Feuerwaffen der Neuzeit.

Die Laute und die Drehleier

Die erste Form der zu den Zupfinstrumenten zählenden Laute erschien im alten Mesopotamien.

Die osmanischen Bauwerke in Ungarn (17. Jh.)

In Ungarn sind die Moschee von Pécs und das Minarett von Eger typische Bauwerke der Osmanenzeit.

Mittelalterlicher Wohnturm

Der „Donjon“ war charakteristisch im Mittelalter und wurde oft unabhängig von einer Burg gebaut.

Mittelalterliches Burgverlies

Im Mittelalter und der frühen Neuzeit kam eine Vielzahl von Folterinstrumenten zum Einsatz.

Turm- und Basteitypen

Der Aufbau der Festungen entwickelte sich parallel zur Kriegstechnik.

Erdburg bei Szabolcs (Ungarn)

Dreieckige Erdburg eines ungarischen Stammesfürsten aus der Zeit nach der Landnahme.

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