Die Alexander-Newski-Kathedrale (Sofia, 20. Jh.)

Die Alexander-Newski-Kathedrale (Sofia, 20. Jh.)

Die im neobyzantinischen Stil errichtete orthodoxe Kathedrale ist eines der Wahrzeichen der Hauptstadt Bulgariens.

Kunst

Schlagwörter

Alexander Newski, Alexander Pomeranzew, neobyzantinisch, Kathedrale, Orthodoxe, Kirche, Byzantiner, Anton Mitow, Architektur, Gebäude, Sofia, Bulgarien, Religion, Symbol, Kuppel, Heiliger, Patron, Glockenturm, Icon, Balkan, Balkanhalbinsel, Bulgarisch, 20. Jahrhundert

Verwandte Extras

3D-Modelle

Orthodoxe Kathedrale

Neobyzantinischer Stil

Haupteingang

Glockenturm

Basilika mit Kreuzkuppel

Hauptkuppel

Animation

Narration

Die Alexander-Newski-Kathedrale ist eines der bekanntesten Wahrzeichen der bulgarischen Hauptstadt Sofia. Seit 1953 ist sie die Kathedrale des bulgarisch-orthodoxen Patriarchen. Benannt wurde sie nach dem im 13. Jahrhundert lebenden Fürsten Alexander Newski, der von der orthodoxen Kirche im Jahre 1547 zum Heiligen erklärt wurde und während des russisch-türkischen Krieges 1877-1878 der Schutzheilige der russischen Soldaten war.

Der Grundstein der Kathedrale wurde am 19. Februar 1882 gelegt. In das Fundament der Kirche wurden zwei Texte eingelassen, die an die Ereignisse des russisch-türkischen Krieges erinnern. Die Kathedrale wurde ausschließlich aus Spenden der bulgarischen Bevölkerung errichtet. 1912 wurde der Bau fertiggestellt, doch aufgrund der damals tobenden Kriege und politischen Unruhen erfolgte die offizielle Weihe erst 1924.
Die Kathedrale wurde von dem russischen Architekten Alexander Pomeranzew entworfen. Die aus fünf Hauptschiffen bestehende und über eine Kreuzkuppel verfügende Basilika wurde im neobyzantinischen Stil errichtet. Die auffälligsten Merkmale ihrer charakteristischen Formenwelt sind die Kreuzkuppelstruktur, das komplexe Kuppelsystem und der Glockenturm.

Dank der atemberaubenden Größe und den prächtigen Verzierungen gehört das Gebäude zu den berühmtesten Kirchen der Welt. Die Kathedrale verfügt über eine Grundfläche
von 3170 m²
. Sie ist 72 m lang, 55 m breit und 53 m hoch. In ihr finden 5000 Personen Platz, die das Gotteshaus durch 11 Türen betreten können. Über dem Haupteingang befindet sich der mit einer Kuppel überdachte Glockenturm. Die 12 Glocken wiegen insgesamt 25 Tonnen. Ca. 700 m² der Oberfläche der Kuppeln sind vergoldet.

Die Fassade, die Rundbögen und die Friese sind mit Steinornamenten im protobulgarischen Stil verziert. Am Bau des Gebäudes war ein Team aus bulgarischen, russischen, deutschen, österreichischen, tschechischen und italienischen Architekten und Experten beteiligt.
Die Kirche beherbergt mehr als 400 christliche Kunstwerke, unter denen sich Ikonen, Fresken und Mosaike befinden. Allein die gewölbte Decke des Hauptschiffs wird von einem 412 m² großen Fresko bedeckt. Die von dem bulgarischen Künstler Anton Mitow entworfenen Mosaike wurden in Italien hergestellt.
Die Ikonen spiegeln die Kunstfertigkeit bulgarischer und russischer Künstler wider. An den Wänden der Kathedrale findet man neben bulgarischen Heiligen auch Bilder von russischen, serbischen und anderen slawischen Zaren und Heiligen. Die Krypta der Kirche sollte eigentlich namhaften Bulgaren als letzte Ruhestätte dienen, doch sie wurde später zu einem Ikonen-Museum umgestaltet, in dem bulgarische Heiligenbilder ausgestellt sind.

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