Der Schwefel (S₈)

Der Schwefel (S₈)

Gelber, geruchloser Feststoff, eine seiner chemischen Verbindungen ist Pyrit (Narrengold).

Chemie

Schlagwörter

Schwefel, Elementmolekül, Molekül, Molekülgitter, achtatomig, orthorhombisch, monoklin, amorph, Sulfide, anorganische Chemie, Chemie

Verwandte Extras

3D-Modelle

Kugel-Stab-Modell

Schwefel (S₈)

Daten

Molare Masse: 32,06 g/mol

Schmelzpunkt: 118,8 °C

Siedepunkt: 445 °C

Dichte (bei 25°C und 1 MPa Druck): 2,069 g/cm³

Eigenschaften

Schwefel ist ein gelber, geruchloser, bei Zimmertemperatur fester Stoff. Er bildet achtatomige Moleküle. In festem Zustand bildet er ein Molekülgitter. Er verfügt über unterschiedliche allotrope Modifikationen. Bei Zimmertemperatur ist Schwefel rhombisch stabil, über 94 °C ist er monoklin.
Direkt nach dem Schmelzen abgekühlt und fest geworden wandelt sich der amorphe Schwefel bei Zimmertemperatur, stillstehend und stufenweise, in stabilen rhombischen Schwefel um. Er löst sich nicht in Wasser. Schwefel ist ein recht reaktionsfähiges Element, vor allem bei höherer Temperatur. Mit den meisten Elementen reagiert Schwefel direkt. Seine mit Metallen gebildeten Verbindungen sind die Sulfide.

Vorkommen, Herstellung

Schwefel kommt in der Natur sowohl als elementarer Schwefel als auch in seinen chemischen Verbindungen vor. Eine seiner bekanntesten, eisenhaltigen Verbindungen ist der Pyrit, auch bekannt als Narrengold. Er kommt oft in vulkanischer Form vor. Im lebenden Organismus ist er eine Komponente der Aminosäuren Methionin und Cystein.

Verwendung

In größter Menge wird er für die Herstellung von Schwefelsäure verwendet. In der Gummiindustrie wird er als Vulkanisierungsmittel eingesetzt. Bedeutend ist der Schwefel auch bei der Herstellung von Pflanzenschutzmitteln, Medikamenten, Farbstoffen und Kosmetika. Im Weinanbau werden die Fässer durch Verbrennen von Schwefelplatten desinfiziert.

Kalotten-Modell

Narration

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