Der Öltanker

Der Öltanker

Öltanker erschienen Ende des 19. Jahrhunderts und gehören heute zu den größten Schiffen der Welt.

Technik

Schlagwörter

Tanker, Öltanker, Öllagerstätte, Umweltverschmutzung, Naturkatastrophe, Transport, Erdöl, Katastrophe, Wassertransport, Schiffahrt, Deck, Radar, Schiffsbrücke, Schiff, Ozean, Meer, Wirtschaft, Technik, Verkehr

Verwandte Extras

3D-Modelle

Öltanker

Der Transport (bzw. Handel) auf dem Meeresweg entwickelte sich bereits in der Antike. Zu Beginn der Neuzeit veränderte sich dieser (aufgrund der geografischen Entdeckungen) völlig, doch den wirklichen qualitativen und quantitativen Durchbruch erlebte dieser Sektor des Warentransports erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Nach dem 2. Weltkrieg erschienen die, riesige Mengen flüssiger Fracht (hauptsächlich Rohöl) transportierenden, Tanker massenweise, gleichzeitig mit den schweres Stückgut befördernden Containerschiffen. (Der erste Tanker wurde bereits 1880 gebaut.)

Mit dem Erscheinen der neuen Schiffstypen schwanden der Ladeverlust, die Ladezeit und die Kosten. (Das einzige "Problem" ist die lange Transportdauer.) Die Routen dieser gigantischen Schiffe führen in fast alle Regionen der Erde, sodass überall riesige Tiefseehäfen entstehen.

Draufsicht

Tanker sind im Allgemeinen 200-400 Meter lang, 30-70 Meter breit und ihr Tiefgang beträgt ca. 15-30 Meter. Ihre maximale Geschwindigkeit liegt zwischen 15-16 Knoten (28-30 km/h).

Bei der Entwicklung des Rumpfes sind die beiden wichtigsten Gesichtspunkte die Erhöhung der Stabilität (und damit der Sicherheit) sowie die Maximierung der Ladekapazität. Die größten Öltanker wurden in den 1970er Jahren teils aus wirtschaftlichen (hohe Ölpreise), teils aus politischen Gründen (Sperrung des Suezkanals) gebaut. Die 1979 in Dienst gestellte, 456 Meter lange, Seawise Giant war der größte von allen.

Deck

Heutzutage gelten Öltanker als zweitwichtigstes Mittel des Öltransports nach den Pipelines. Bei der Gestaltung des Schiffsrumpfes dominieren Zweckmäßigkeit und Sicherheit. Die Schiffsbrücke, die Unterkünfte der Besatzung und der Kraftstofftank befinden sich alle im hinteren Teil des Schiffes; die Lade- und Ballasttanks nehmen den meisten Platz ein. Der Großteil des Decks ist flach, darauf befinden sich Pipelines, Tankanschlüsse, Ventile und ein Durchgang.

Maße

  • Typen - DWT: Das Maß für die Tragfähigkeit eines Schiffes in Tonnen angegeben. (Es beinhaltet das Gewicht der Ladung, des Treibstoffs, des Ballasts, des Trinkwassers und der Besatzung aber nicht das Gewicht des Schiffes.)
  • Kapazität
  • Panamax – 60.000 – 80.000 DWT
  • Aframax – 80.000 – 120.000 DWT
  • Suezmax – 120.000 – 200.000 DWT
  • VLCC – 200.000 – 320.000 DWT
  • ULCC – 320.000 – 520.000 DWT
  • 3 975 000 - So viele Autos mit einem 60l Tank könnten mit der Fracht eines Suezmax Öltankers betankt werden.

Öltanker werden nach ihrer Größe kategorisiert. Während Supertanker (VLCC und ULCC) nur einige Häfen der Welt anlaufen und größenbedingt nur bestimmte Kanäle und Meerengen passieren können, sind Schiffe vom Typ Panamax, Aframax oder Suezmax in der Lage auch kleinere Häfen anzulaufen sowie kleinere Kanäle und Meerengen zu durchfahren. Ihre Namen sind Hinweisen, auf welcher Route sie verkehren und welche Kanäle sie anhand ihrer Größen passieren können.

Unfälle

  • Die größten Öltankerunfälle
  • Atlantic Empress - Freigesetzte Ölmenge: 287 000 Tonnen; Datum des Unfalls: 19. Juli 1979
  • ABT Summer - Freigesetzte Ölmenge: 260 000 Tonnen; Datum des Unfalls: 28. Mai 1991
  • Castillo de Bellver - Freigesetzte Ölmenge: 252 000 Tonnen; Datum des Unfalls: 08. Juni 1983
  • Amoco Cadiz - Freigesetzte Ölmenge: 223 000 Tonnen; Datum des Unfalls: 16. März 1978
  • Haven - Freigesetzte Ölmenge: 144 000 Tonnen; Datum des Unfalls: 11. April 1991
  • Odyssey - Freigesetzte Ölmenge: 132 000 Tonnen; Datum des Unfalls: 10. November 1988
  • Torrey Canyon - Freigesetzte Ölmenge: 119 000 Tonnen; Datum des Unfalls: 18. März 1967
  • Sea Star - Freigesetzte Ölmenge: 115 000 Tonnen; Datum des Unfalls: 19. Dezember 1972
  • Urquiola - Freigesetzte Ölmenge: 100 000 Tonnen; Datum des Unfalls: 12. Mai 1976
  • Irenes Serenade - Freigesetzte Ölmenge: 100 000 Tonnen; Datum des Unfalls: 23. Februar 1980
  • Hawaiian Patriot - Freigesetzte Ölmenge: 95 000 Tonnen; Datum des Unfalls: 23. Februar 1977
  • Independenta - Freigesetzte Ölmenge: 95 000 Tonnen; Datum des Unfalls: 15. November 1979
  • Jakob Maersk - Freigesetzte Ölmenge: 88 000 Tonnen; Datum des Unfalls: 29. Januar 1975
  • MV Braer - Freigesetzte Ölmenge: 85 000 Tonnen; Datum des Unfalls: 05. Januar 1993
  • Khark 5 - Freigesetzte Ölmenge: 80 000 Tonnen; Datum des Unfalls: 19. Dezember 1989
  • Aegean Sea - Freigesetzte Ölmenge: 74 000 Tonnen; Datum des Unfalls: 03. Dezember 1992
  • Sea Empress - Freigesetzte Ölmenge: 72 000 Tonnen; Datum des Unfalls: 15. Februar 1996
  • Nova - Freigesetzte Ölmenge: 70 000 Tonnen; Datum des Unfalls: 06. Dezember 1985
  • Katina P - Freigesetzte Ölmenge: 67 000 Tonnen; Datum des Unfalls: 19. April 1992
  • MV Prestige - Freigesetzte Ölmenge: 64 000 Tonnen; Datum des Unfalls: 15. November 2002
  • Exxon Valdez - Freigesetzte Ölmenge: 37 000 Tonnen; Datum des Unfalls: 23. Januar 1989
  • Hebei Spirit - Freigesetzte Ölmenge: 11 000 Tonnen; Datum des Unfalls: 07. Dezember 2007

Animation

  • Öresund
  • Bosporus
  • Suezkanal
  • Straße von Hormus
  • Bab al-Mandab
  • Straße von Malakka
  • Panamakanal
  • Kap der Guten Hoffnung
  • Arabische Halbinsel
  • Nigeria
  • Libyen
  • Venezuela
  • Nordsee-Ölfeld
  • Die größten Öltankerunfälle
  • Atlantic Empress - Freigesetzte Ölmenge: 287 000 Tonnen; Datum des Unfalls: 19. Juli 1979
  • ABT Summer - Freigesetzte Ölmenge: 260 000 Tonnen; Datum des Unfalls: 28. Mai 1991
  • Castillo de Bellver - Freigesetzte Ölmenge: 252 000 Tonnen; Datum des Unfalls: 08. Juni 1983
  • Amoco Cadiz - Freigesetzte Ölmenge: 223 000 Tonnen; Datum des Unfalls: 16. März 1978
  • Haven - Freigesetzte Ölmenge: 144 000 Tonnen; Datum des Unfalls: 11. April 1991
  • Odyssey - Freigesetzte Ölmenge: 132 000 Tonnen; Datum des Unfalls: 10. November 1988
  • Torrey Canyon - Freigesetzte Ölmenge: 119 000 Tonnen; Datum des Unfalls: 18. März 1967
  • Sea Star - Freigesetzte Ölmenge: 115 000 Tonnen; Datum des Unfalls: 19. Dezember 1972
  • Urquiola - Freigesetzte Ölmenge: 100 000 Tonnen; Datum des Unfalls: 12. Mai 1976
  • Irenes Serenade - Freigesetzte Ölmenge: 100 000 Tonnen; Datum des Unfalls: 23. Februar 1980
  • Hawaiian Patriot - Freigesetzte Ölmenge: 95 000 Tonnen; Datum des Unfalls: 23. Februar 1977
  • Independenta - Freigesetzte Ölmenge: 95 000 Tonnen; Datum des Unfalls: 15. November 1979
  • Jakob Maersk - Freigesetzte Ölmenge: 88 000 Tonnen; Datum des Unfalls: 29. Januar 1975
  • MV Braer - Freigesetzte Ölmenge: 85 000 Tonnen; Datum des Unfalls: 05. Januar 1993
  • Khark 5 - Freigesetzte Ölmenge: 80 000 Tonnen; Datum des Unfalls: 19. Dezember 1989
  • Aegean Sea - Freigesetzte Ölmenge: 74 000 Tonnen; Datum des Unfalls: 03. Dezember 1992
  • Sea Empress - Freigesetzte Ölmenge: 72 000 Tonnen; Datum des Unfalls: 15. Februar 1996
  • Nova - Freigesetzte Ölmenge: 70 000 Tonnen; Datum des Unfalls: 06. Dezember 1985
  • Katina P - Freigesetzte Ölmenge: 67 000 Tonnen; Datum des Unfalls: 19. April 1992
  • MV Prestige - Freigesetzte Ölmenge: 64 000 Tonnen; Datum des Unfalls: 15. November 2002
  • Exxon Valdez - Freigesetzte Ölmenge: 37 000 Tonnen; Datum des Unfalls: 23. Januar 1989
  • Hebei Spirit - Freigesetzte Ölmenge: 11 000 Tonnen; Datum des Unfalls: 07. Dezember 2007
  • Typen - DWT: Das Maß für die Tragfähigkeit eines Schiffes in Tonnen angegeben. (Es beinhaltet das Gewicht der Ladung, des Treibstoffs, des Ballasts, des Trinkwassers und der Besatzung aber nicht das Gewicht des Schiffes.)
  • Kapazität
  • Panamax – 60.000 – 80.000 DWT
  • Aframax – 80.000 – 120.000 DWT
  • Suezmax – 120.000 – 200.000 DWT
  • VLCC – 200.000 – 320.000 DWT
  • ULCC – 320.000 – 520.000 DWT
  • 3 975 000 - So viele Autos mit einem 60l Tank könnten mit der Fracht eines Suezmax Öltankers betankt werden.

Aufbau

  • Schiffsbug
  • Steuerruder
  • Radar
  • Mastlicht
  • Schornstein
  • Schiffsbrücke
  • Propeller
  • Pipelines

Schnittbild

Nachdem der Öltanker Exxon Valdez 1989 vor der Küste Alaskas auf Grund lief und mit 37 000 Tonnen Öl das Wasser verschmutzte, wurde die Verwendung von Doppelhüllentankern vorgeschrieben. Das Öl wird in die innere Hülle gepumpt, und so wird die Umwelt bei einem möglichen Unfall vor einer Verschmutzung geschützt. Wenn der Frachtraum voll ist, befindet sich in den Ballasttanks zwischen den Hüllen Luft. Ist das Schiff wenig oder unbeladen, werden sie mit der entsprechenden Menge Ballastwasser gefüllt.

Routen

  • Öresund
  • Bosporus
  • Suezkanal
  • Straße von Hormus
  • Bab al-Mandab
  • Straße von Malakka
  • Panamakanal
  • Kap der Guten Hoffnung
  • Arabische Halbinsel
  • Nigeria
  • Libyen
  • Venezuela
  • Nordsee-Ölfeld

Narration

Der Transport auf dem Meeresweg entwickelte sich bereits in der Antike. Zu Beginn der Neuzeit veränderte sich dieser völlig, doch den wirklichen qualitativen und quantitativen Durchbruch erlebte dieser Sektor des Warentransports erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Nach dem 2. Weltkrieg erschienen die, riesige Mengen flüssiger Fracht transportierenden, Tanker massenweise, gleichzeitig mit den schweres Stückgut befördernden Containerschiffen.

Mit dem Erscheinen der neuen Schiffstypen schwanden der Ladeverlust, die Ladezeit und die Kosten. Die Routen dieser gigantischen Schiffe führen in fast alle Regionen der Erde, sodass überall riesige Tiefseehäfen entstehen.

Tanker sind im Allgemeinen 200-400 Meter lang, 30-70 Meter breit und ihr Tiefgang beträgt ca. 15-30 Meter. Ihre maximale Geschwindigkeit liegt zwischen 15-16 Knoten.

Bei der Entwicklung des Rumpfes sind die beiden wichtigsten Gesichtspunkte die Erhöhung der Stabilität sowie die Maximierung der Ladekapazität. Die größten Öltanker wurden in den 1970er Jahren teils aus wirtschaftlichen, teils aus politischen Gründen gebaut. Die 1979 in Dienst gestellte, 456 Meter lange, Seawise Giant war der größte von allen.

Heutzutage gelten Öltanker als zweitwichtigstes Mittel des Öltransports nach den Pipelines. Bei der Gestaltung des Schiffsrumpfes dominieren Zweckmäßigkeit und Sicherheit. Die Schiffsbrücke, die Unterkünfte der Besatzung und der Kraftstofftank befinden sich alle im hinteren Teil des Schiffes; die Lade- und Ballasttanks nehmen den meisten Platz ein. Der Großteil des Decks ist flach, darauf befinden sich Pipelines, Tankanschlüsse, Ventile und ein Durchgang.

Nachdem der Öltanker Exxon Valdez 1989 vor der Küste Alaskas auf Grund lief und mit 37 000 Tonnen Öl das Wasser verschmutzte, wurde die Verwendung von Doppelhüllentankern vorgeschrieben. Das Öl wird in die innere Hülle gepumpt, und so wird die Umwelt bei einem möglichen Unfall vor einer Verschmutzung geschützt. Wenn der Frachtraum voll ist, befindet sich in den Ballasttanks zwischen den Hüllen Luft. Ist das Schiff wenig oder unbeladen, werden sie mit der entsprechenden Menge Ballastwasser gefüllt.

Öltanker werden nach ihrer Größe kategorisiert. Während Supertanker nur einige Häfen der Welt anlaufen und größenbedingt nur bestimmte Kanäle und Meerengen passieren können, sind Schiffe vom Typ Panamax, Aframax oder Suezmax in der Lage auch kleinere Häfen anzulaufen sowie kleinere Kanäle und Meerengen zu durchfahren. Ihre Namen sind Hinweisen, auf welcher Route sie verkehren und welche Kanäle sie anhand ihrer Größen passieren können.

Verwandte Extras

Der Hafen

Ein Hafen muss über entsprechende Infrastrukturen und Dienstleistungen verfügen.

Das Containerschiff

Die Handelsrouten der Containerschiffe verbinden heute die ganze Welt.

Das Verkehrsnetz

Vorstellung der wichtigsten Festlands-, Wasser- und Luftverkehrswege und Knotenpunkte

Der Leuchtturm

Leuchttürme dienen den Schiffen als Navigationshilfe in Küstengebieten.

Der Panamakanal

Eine zur Abkürzung von Schifffahrtsrouten gebaute künstliche Wasserstraße.

Der Suezkanal

Eine künstliche Wasserstraße, die das Mittelmeer mit dem Roten Meer verbindet.

Die Bohrplattform

Ein langes Rohr wird durch den Meeresboden getrieben, bis es die ölhaltige Schicht erreicht.

Die Erdölförderung

Erdöl wird mithilfe von Pumpe an die Oberfläche befördert.

Die Erdölraffinerie

Aus dem Erdöl werden durch Raffination z.B. Diesel, Benzin und Schmierstoffe hergestellt.

Der Eurotunnel

Ein unter dem Meeresboden verlaufender Eisenbahntunnel zwischen England und Frankreich.

Die RMS Queen Mary 2 (2003)

Zur Zeit ihres Baus war die Queen Mary 2 das größte Passagierschiff der Welt.

Das Dampfschiff Clermont (1807)

US-Ingenieur Robert Fulton entwarf den ersten funktionsfähigen dampfgetriebenen Raddampfer.

Das Kriegsschiff (HMS Dreadnought, 1906)

Sie war der Stolz der britischen Kriegsmarine und revolutionierte den Bau von Schlachtschiffen.

Der Dampfer Kisfaludy (1946)

Die Testfahrt des ersten Schaufelraddampfers auf dem Plattensee fand 1846 statt.

Die Bireme (Das Ruderkriegsschiff der Antike)

Ein zweireihiges Ruderkriegsschiff, das von dem sich am Bug befindenden Rammsporn geprägt ist.

Die Dschunke

Die kantonesische Dschunke wurde sowohl für Handelszwecke als auch als Kriegsschiff eingesetzt.

Die Tarawa LHA-1 (1976)

Seit den 1940er Jahren beherrschen die immer größer werdenden Flugzeugträger die Ozeane.

Die Titanic (1912)

Die RMS Titanic war zu Beginn des 20. Jahrhunderts das größte Passagierschiff der Welt.

Die USS Missouri (USA, 1944)

Das im 2. Weltkrieg in Dienst gestellte US Schlachtschiff diente sogar noch im Golfkrieg.

Die USS Ohio (USA, 1979)

Der Atomantrieb wurde Mitte des 20. Jahrhunderts als erstes von der US Navy auf U-Booten eingesetzt.

Santa Maria (15. Jahrhundert)

Die Karacke „Heilige Maria“ war das Flaggschiff Christoph Kolumbus’ epochaler Fahrt.

Segelschiffe

Der als Handelsschiff genutzte Schoner stammt aus den Niederlanden des 16-17. Jahrhunderts.

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