Der Bau eines Plattenbaus

Der Bau eines Plattenbaus

Gebäude aus Betonfertigteilen waren in den ehemaligen sozialistischen Ländern weit verbreitet.

Geschichte

Schlagwörter

Plattenbau, Mietshaus, Wohnung, Hausfabrik, vorgefertigt, Beton, Zentralheizung, Kran, Sozialist

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Vergangenheit und Gegenwart des Plattenbaus

In den ehemaligen sozialistischen Ländern, wie der Sowjetunion, der DDR, der Tschechoslowakei und Ungarn, usw., war dies der am weitesten verbreitete Gebäudetyp, doch die Technik wurde auch in vielen anderen Teilen der Welt angewendet. Zuerst wurde das Verfahren der Franzosen und später die Methode der Dänen weltberühmt.

Zu den Vorteilen des Bauverfahrens gehören die relative Schnelligkeit und Billigkeit. Die in sogenannten Hausfabriken vorgefertigten Elemente wurden mit Lastkraftwagen an den Bauort transportiert. Mit Kränen wurden diese an entsprechende Stellen der Konstruktion gehoben.

In Ungarn wurde 1959 das erste, damals noch experimentelle, Plattenhaus errichtet. Die wirkliche Blütezeit fand in den 1960er und 1970er Jahren statt. In Ungarn gibt es heutzutage ungefähr 800.000 Plattenbauwohnungen. Somit wohnt etwa ein Fünftel der ungarischen Gesamtbevölkerung in einem Plattenbau.

Diese Bautechnologie birgt, wie sich in den letzten Jahrzehnten herausstellte, zahlreiche Gefahren und Mängel. Deswegen haben Plattenbaubesitzer heutzutage ständig mit ernsten Problemen zu kämpfen, die Gebäude benötigen eine gründliche Modernisierung.

Bau eines Plattenbaus

Kranführerperspektive

Wohngebiete aus Hausfabriken

Das System des Plattenbaus beruht auf großen flachen Elementen. Neben den Wänden und den Decken wurden auch die Sanitärräume, wie Bad und WC, in der Fabrik vorgefertigt.

Anschließend wurde alles an Ort und Stelle zusammengefügt. Meistens erhielten auch Küche und Flur Einbaumöbel. Die aus den Hausfabriken angelieferten Fertigelemente wurden von Kränen an ihren Platz gehoben. Die Fertigbauteile waren so gestaltet, dass das Zusammenfügen eine einfache Sache war. Der Kranführer musste also nur auf die richtige Reihenfolge und die präzise Platzierung achten. In seiner Endposition angekommen wurde das jeweilige Element von den Arbeitern auf der Etage fixiert.

So wuchsen die Wohngebiete in den Großstädten schnell „wie Pilze“ aus dem Boden.
Die Gebäude waren zu Beginn meist vier- und fünfstöckig, aber später verbreiteten sich auch zehnstöckige Plattenbauten. Die Plattenbausiedlungen waren nicht nur aus architektonischer Hinsicht und wegen ihres Aussehens, sondern auch wegen der Gemeinschaft und des Lebensstils der dort Lebenden, ein bunter Fleck in den Städten (und sind das vielleicht auch heute noch).

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Narration

Plattenbau werden aus vorgefertigten Stahlbetonelementen errichtete Wohnblöcke genannt. In den ehemaligen sozialistischen Ländern, wie zum Beispiel der Sowjetunion, der DDR, der Tschechoslowakei und Ungarn, war dies der am weitesten verbreitete Gebäudetyp. Die Technik wurde allerdings auch in vielen anderen Teilen der Welt angewendet. Zuerst wurde das Bauverfahren der Franzosen weltberühmt, später die Methode der Dänen.

Zu den Vorteilen des Bauverfahrens gehören die relative Schnelligkeit und der niedrige Preis. Die aus den Hausfabriken angelieferten Fertigelemente wurden von Kränen an ihren Platz gehoben.
Die Fertigbauteile waren so gestaltet, dass das Zusammenfügen eine einfache Sache war. Der Kranführer musste also nur auf die richtige Reihenfolge und die präzise Platzierung achten. In seiner Endposition angekommen wurde das jeweilige Element von den Arbeitern auf der Etage fixiert.

So wuchsen die Wohngebiete in den Großstädten „wie Pilze“ aus dem Boden. Die Gebäude waren zu Beginn meist vier- und fünfstöckig, aber später verbreiteten sich auch zehnstöckige Plattenbauten. Die Plattenbausiedlungen waren nicht nur aus architektonischer Hinsicht und wegen ihres Aussehens, sondern auch wegen der Gemeinschaft und des Lebensstils der dort Lebenden, ein bunter Fleck in den Städten.

In Ungarn wurde 1959 das erste, damals noch experimentelle, Plattenhaus errichtet. Die Blütezeit hatten die Plattenbauten in den 1960er und 1970er Jahren. In Ungarn gibt es heute ungefähr 800.000 Plattenbauwohnungen. Somit wohnt etwa ein Fünftel der ungarischen Gesamtbevölkerung in einem Plattenbau. Diese Bautechnologie birgt, wie sich in den letzten Jahrzehnten herausstellte, zahlreiche Gefahren und Mängel. Deswegen haben Plattenbaubesitzer heutzutage ständig mit ernsten Problemen zu kämpfen, die Gebäude benötigen eine gründliche Modernisierung.

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