Das Zeppelin-Luftschiff, LZ 129 Hindenburg

Das Zeppelin-Luftschiff, LZ 129 Hindenburg

Der Zeppelin ist ein steuerbares Starrluftschiff.

Technik

Schlagwörter

Hindenburg, Zeppelin, Luftschiff, Lakehurst, Wasserstoff-Füllgas, Deutsch, Katastrophe, Kabine, Motorgondel, Cockpit, Gasbehälter, Kraftstofftank, Technik, Geschichte

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3D-Modelle

Luftschiff Hindenburg

Die Geschichte der Zeppeline

Zeppeline sind steuerbare Starrluftschiffe. Ihren Namen erhielten sie nach ihrem Konstrukteur und Erbauer Graf Ferdinand von Zeppelin. (Er stützte sich während der Entwicklungsarbeiten auch auf das Patent des Ungarn David Schwarz). Zeppelins erstes Luftschiff erhob sich im Jahr 1900.
Die neue Konstruktion wurde bereits vor dem Ersten Weltkrieg bekannt. Sie wurde hauptsächlich für Handelszwecke verwendet (Personentransport, Postdienstleistung). Später erschienen auch militärische Varianten (Bomber, Späher).
Nach dem Ersten Weltkrieg erlebten die für zivilen Einsatz gebauten Zeppeline ihre Renaissance.
In ihrer Blütezeit, in den 1930er Jahren, waren die gewaltigen Luftschiffe bereits in der Lage den Ozean zu überqueren (so zum Beispiel die Graf Zeppelin und die Hindenburg).
Nach der Katastrophe der Hindenburg (1937, New Jersey) gerieten die Zeppeline für eine lange Zeit in Vergessenheit. Ab den 1990er Jahren wurden sie wieder neu entdeckt. Heute werden sie hauptsächlich zu Forschungszwecken und für Luxusreisen genutzt.

Draufsicht

Form und Merkmale der Zeppelin

Die ersten Zeppeline hatten die Form eines länglichen Zylinders mit spitzen Enden. Zu ihrer charakteristischen Form gehörten auch die Leitstreifen. Während des Ersten Weltkrieges (in erster Linie von den Ingenieuren des Unternehmens Schütte-Lanz entwickelt) sind die später zum Standard gewordene Tropfenform und die kreuzförmigen Leitstreifen in den Schwanzflossen erschienen.
Die recht kleinen Kabinen bekamen im unteren Bereich des Schiffskörpers Platz, aber wegen der gleichmäßigen Gewichtsverteilung und des verringerten Luftwiderstandes wurden die Mannschafts- und die Frachträume auch in anderen Teilen der Luftschiffe platziert. Die „Kommandobrücke“ war eine Gondel, die an der Unterseite des Buges aus dem Rumpf ragte. Von hier aus wurden auch die Motoren gesteuert.
Die besten Eigenschaften der Luftschiffe waren ihre hervorragende Steuerfähigkeit, ihre Belastbarkeit und ihre enorme Reichweite. Ab den 1920er Jahren waren die Zeppeline 200–250 Meter lang und verfügten über ein Volumen von ca. 100 Tausend m³. Ihre nutzbare Belastbarkeit betrug 50–60 Tonnen, ihre Flughöhe 7.000–8.000 Meter. Die Reichweite eines Zeppelins konnte sogar 10 Tausend Kilometer erreichen.

Aufbau

  • Schiffskörper
  • Außenhülle
  • Seitenruder
  • Höhenruder
  • Kabinen
  • Motor-Gondeln
  • Gondel

Aufbau und Antrieb

Wichtigstes Merkmal des Zeppelins war das starre Metallgerippe, bestehend aus Ringen und den damit verbundenen Längsträgern. Im Vergleich zu den traditionellen (nicht starren, „Einballon-Luftschiffen“) waren diese Zeppeline geeignet, größere Lasten in die Luft zu heben und es konnten auch mehrere und stärkere Motoren an ihnen montiert werden. Innerhalb der Außenhülle befanden sich hintereinander mehrere, mit Wasserstoffgas gefüllte Zellen. (Graf Zeppelin selbst nannte seine Konstruktion wegen ihrer inneren Struktur erst: „steuerbarer, in der Luft fahrender Zug“.) Wichtig waren die Gas-Lüftungsschächte, die aus Sicherheitsgründen den überschüssigen Wasserstoff wegleiteten. (Später wurde statt Wasserstoff das sicherere Helium benutzt.)
Der Antrieb der Zeppeline wurde von mindestens vier, bereits während des Ersten Weltkrieges 260 PS leistenden Motoren gewährleistet (z. B. vier 195 kW Maybach Motoren). Damals erreichten sie eine Geschwindigkeit von 130 km/h.

Querschnitt

  • Traggaszellen
  • Skelett
  • Träger
  • Kabinen der Passagiere
  • Pilotenkabine
  • Kraftstofftank
  • Speisesaal
  • mittlerer Korridor

Animation

  • Schiffskörper
  • Außenhülle
  • Seitenruder
  • Höhenruder
  • Kabinen
  • Motor-Gondeln
  • Gondel
  • Traggaszellen
  • Skelett
  • Träger
  • Kabinen der Passagiere
  • Pilotenkabine
  • Kraftstofftank
  • Speisesaal
  • mittlerer Korridor

Narration

Zeppeline sind steuerbare Starrluftschiffe. Ihren Namen erhielten sie nach ihrem Erbauer Graf Ferdinand von Zeppelin. Ferdinand von Zeppelin war nicht nur Entwickler, sondern auch Hersteller dieses bahnbrechenden Luftschiff-Typs.
Zeppeline wurden gleichermaßen zu zivilen und militärischen Zwecken verwendet. Ihre Blütezeit erlebten sie in den 1930er Jahren. Für Zeppeline war ein gestreckter, zylinderförmiger Schiffskörper charakteristisch, später ähnelte dieser dann immer mehr einer Zigarre oder einem Tropfen. Typisch war, dass das Gerippe des Zeppelins aus Ringen und damit verbundenen Längsträgern zusammengesetzt war, und die Ringe ebenfalls aus Trägern bestanden.

Im Inneren der Rahmenkonstruktion befanden sich die Gasräume, die meist mit Helium- oder Wasserstoff-Gas gefüllt waren. Diese Gase, die leichter als Luft sind, hielten die Konstruktion in der Luft. Der Antrieb wurde durch die, an den Seiten des Zeppelins, in Gondeln angebrachten Motoren gewährleistet, welche die Propeller drehten.
Am vorderen Teil des Rumpfes war die Pilotenkanzel ebenfalls in einer Gondel angebracht.
Zur Steuerung wurden vertikale und horizontale Steuerruder verwendet.
Der Kraftstofftank, die Kabinen der Passagiere und weitere Serviceräume befanden sich im Inneren des Zeppelins.

Der Pate der, ihren ersten Flug im Jahr 1936 absolvierenden LZ 129 Hindenburg war der 1934 ums Leben gekommene deutsche Reichspräsident Paul von Hindenburg. Die zu der Zeit bereits regierenden Nationalsozialisten wollten den Zeppelin auch als Propagandamittel nutzen. Deshalb wurde die Schwanzflosse des Schiffs mit Hakenkreuzen verziert und der Rumpf mit den fünf ineinandergeschlungenen Olympiaringen der Olympischen Spiele in Berlin geschmückt.

Das 245 Meter lange Monstrum wurde von 4 Dieselmotoren angetrieben.
In den Tanks der 200.000 Kubikmeter großen Konstruktion wurde Wasserstoff-Gas gespeichert. In den Kabinen des 125 Km/h schnellen Zeppelins fanden gleichzeitig bis zu 70 Personen Platz.
Es waren aber nicht ihre beeindruckenden technischen Parameter, durch die die Hindenburg weltberühmt geworden ist, sondern ihr unglückliches Ende.

Sie fing nämlich, während eines ihrer Atlantikflüge, bei Lakehurst, während der Landung Feuer und stürzte ab.
In der bis heute teilweise ungeklärten Tragödie von 1937 kamen 36 von den 97 Passagieren ums Leben. Diese Katastrophe bedeutete zugleich das Ende der Epoche der Zeppeline.

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