Das Adrenalin (für Fortgeschrittene)

Das Adrenalin (für Fortgeschrittene)

Adrenalin, mit anderem Namen Epinephrin, wird in unserem Organismus in Stresssituationen gebildet und spielt eine wichtige Rolle bei der Entstehung der „fight-or-flight-Reaktion”.

Biologie

Schlagwörter

Adrenalin, Epinephrin, Stresssituation, Stress, Alarmreaktion, Hormon, Neurotransmitter, Sympathikus, Nebennierenmark, Vasokonstriktion, Gefäßerweiterung, Katecholamin, Blutzuckerspiegel, Homöostase, Mensch, Biologie

Verwandte Extras

3D-Modelle

Notfallreaktion

  • Gehirn - Die Blutgefäße des Gehirns weiten sich, die Blutversorgung wird gesteigert.
  • Herz - Die Herzmuskulatur zieht sich stärker und mit höherer Frequenz zusammen. Das Herzminutenvolumen steigt. Die Herzkranzgefäße weiten sich.
  • Lunge - Die Bronchien weiten sich und das Atemminutenvolumen nimmt zu.
  • Auge - Die Pupillen weiten sich.
  • Darmtrakt - Die Gefäße im Darmtrakt verengen sich und das Blut geht in die Skelettmuskulatur über.
  • Haut - Die Haut wird blass: ihre Gefäße verengen sich und das Blut geht in die Skelettmuskulatur über.
  • Niere - Die Gefäße in den Nieren verengen sich, die Ausscheidungsfunktion verlangsamt sich, das Blut geht in die Skelettmuskulatur über.
  • Skelettmuskeln - Die Blutversorgung der Skelettmuskulatur erhöht sich. Aus dem in ihr gespeicherten Glykogen wird Glukose gebildet, weshalb der Blutzuckerspiegel ansteigt.
  • Leber - Die Leber ist der Hauptspeicherort für Glykogen im Organismus. Aus dem Glykogen wird Glukose gebildet, weshalb der Blutzuckerspiegel ansteigt.

Gefäßverengung (α-Adrenozeptor)

  • glatte Muskelzelle
  • Adrenalin - Mit anderem Namen Epinephrin. Es handelt sich um ein Stresshormon, das durch das sympathische Nervensystem bedingt im Nebennierenmark gebildet wird. Seine Wirkung gleicht im Wesentlichen der Wirkungen des sympathischen Nervensystems: die Cannon-Notreaktion wird ausgelöst, die auch als fight-or-flight-Reaktion bezeichnet wird. Unsere Zellen reagieren unterschiedlich auf Adrenalin. Die Reaktion hängt vom Typ des Adrenozeptoren ab (α/ß).
  • α-Adrenozeptor - In den Zellen unseres Organismus kommen entweder α- oder ß-Adrenozeptoren vor. Über die α-Adrenozeptoren wirkend, steigert Adrenalin die Ca²⁺-Konzentration, und über die ß-Adrenozeptoren die cAMP-Konzentration der Zelle. In der glatten Muskulatur der Darmgefäße befinden sich α-Adrenozeptoren; Adrenalin verursacht über die Erhöhung der Ca²⁺-Konzentration das Zusammenziehen dieser Gefäße und das Verringern der Blutversorgung des Darmtrakts. Seine Wirkung ist auch in den Hautgefäßen ähnlich, weshalb wir in Stresssituationen blass werden.
  • G-Protein - Protein, das bei verschiedenen Übermittlungswegen (Signaltransduktion) wichtig ist. Von seinen 3 Untereinheiten kann die α-Untereinheit GTP binden und das Zielprotein aktivieren, das hier die Phospholipase C ist.
  • GDP - Guanosindiphosphat. Sein Aufbau gleicht dem des ATP, doch anstelle von Adenin enthält es Guanin.
  • GTP - Guanosintriphosphat. Sein Aufbau gleicht dem des ADP, doch anstelle von Adenin enthält es Guanin. Seine Bindung aktiviert die α-Untereinheit des G-Proteins.
  • Phospholipase C - Enzym, das das PIP₂-Molekül der Zellmembran spaltet und dadurch Proteinkinase C aktiviert, was die Freisetzung von Ca²⁺ zur Folge hat. Aufgrund dessen tritt in der glatten Muskelzelle eine Stoffwechselveränderung ein und das Zusammenziehen der Zelle verursacht die Verengung der Kapillare.
  • Aktivierung der Proteinkinase C und Freisetzung von Ca²⁺
  • Zusammenziehen der glatten Muskelzelle
  • Gefäßverengung

Gefäßerweiterung (β-Adrenozeptor)

  • glatte Muskelzelle
  • Adrenalin - Mit anderem Namen Epinephrin. Es handelt sich um ein Stresshormon, das durch das sympathische Nervensystem bedingt im Nebennierenmark gebildet wird. Seine Wirkung gleicht im Wesentlichen der Wirkungen des sympathischen Nervensystems: die Cannon-Notreaktion wird ausgelöst, die auch als fight-or-flight-Reaktion bezeichnet wird. Unsere Zellen reagieren unterschiedlich auf Adrenalin. Die Reaktion hängt vom Typ des Adrenozeptoren ab (α/ß).
  • ß-Adrenozeptor - In den Zellen unseres Organismus kommen entweder α- oder ß-Adrenozeptoren vor. Über die α-Adrenozeptoren wirkend, steigert Adrenalin die Ca²⁺-Konzentration, und über die ß-Adrenozeptoren die cAMP-Konzentration der Zelle. In der glatten Muskulatur der Skelettmuskelgefäße kommen ß-Adrenozeptoren vor; Adrenalin verursacht durch die Erhöhung der cAMP-Konzentration die Weitung dieser Gefäße und eine verstärkte Blutversorgung des Muskels.
  • G-Protein - Protein, das bei verschiedenen Übermittlungswegen (Signaltransduktion) wichtig ist. Von seinen 3 Untereinheiten kann die α-Untereinheit GTP binden und das Zielprotein aktivieren, das hier die Adenylatzyklase ist.
  • GDP - Guanosindiphosphat. Sein Aufbau gleicht dem des ADP, doch anstelle von Adenin enthält es Guanin.
  • GTP - Guanosintriphosphat. Sein Aufbau gleicht dem des ADP, doch anstelle von Adenin enthält es Guanin. Seine Bindung aktiviert die α-Untereinheit des G-Proteins.
  • Adenylatzyklase - Enzym, das aus ATP cAMP (cyclisches AMP) bildet. Das cAMP ist ein wichtiger sekundärer Botenstoff in der Zelle.
  • ATP
  • Erschlaffung der glatten Muskelzelle
  • Gefäßerweiterung

Anstieg des Blutzuckerspiegels (β-Adrenozeptor)

  • Freisetzung von Glukose - In Stresssituation steigt die Glukosekonzentration des Blutes an. Durch den Abbau von Glukose stellen die Zellen das meiste ATP her, weshalb die Steigerung des Blutzuckerspiegels den Energiebedarf der fight-or-flight-Reaktion (Cannon-Notfallreaktion) deckt.
  • Adrenalin - Mit anderem Namen Epinephrin. Es handelt sich um ein Stresshormon, das durch das sympathische Nervensystem bedingt im Nebennierenmark gebildet wird. Seine Wirkung gleicht im Wesentlichen der Wirkungen des sympathischen Nervensystems: die Cannon-Notreaktion wird ausgelöst, die auch als fight-or-flight-Reaktion bezeichnet wird. Unsere Zellen reagieren unterschiedlich auf Adrenalin. Die Reaktion hängt vom Typ des Adrenozeptoren ab (α/ß).
  • ß-Adrenozeptor - In den Zellen unseres Organismus kommen entweder α- oder ß-Adrenozeptoren vor. Über die α-Adrenozeptoren wirkend, steigert Adrenalin die Ca²⁺-Konzentration, und über die ß-Adrenozeptoren die cAMP-Konzentration der Zelle. In den Leberzellen befinden sich ß-Adrenozeptoren; Adrenalin verursacht durch die Erhöhung der cAMP-Konzentration eine Freisetzung von Glukose aus der Leber.
  • G-Protein - Protein, das bei verschiedenen Übermittlungswegen (Signaltransduktion) wichtig ist. Von seinen 3 Untereinheiten kann die α-Untereinheit GTP binden und das Zielprotein aktivieren, das hier die Adenylatzyklase ist.
  • GDP - Guanosindiphosphat. Sein Aufbau gleicht dem des ATP, doch anstelle von Adenin enthält es Guanin.
  • GTP - Guanosintriphosphat. Sein Aufbau gleicht dem des ADP, doch anstelle von Adenin enthält es Guanin. Seine Bindung aktiviert die α-Untereinheit des G-Proteins.
  • Adenylatzyklase - Enzym, das aus ATP cAMP (cyclisches AMP) bildet. Das cAMP ist ein wichtiger sekundärer Botenstoff in der Zelle.
  • ATP
  • cAMP - Cyclisches AMP. Ein wichtiger sekundärer Botenstoff, der - unter anderem - die Wirkung des Hormons Adrenalin (primärer Botenstoff) innerhalb der Zelle überträgt. Es bildet sich aus ATP durch Abspalten von zwei Phosphatgruppen; seine einzige Phosphatgruppe bindet sich an das 5. und 3. Kohlenstoffatom der Ribose und schafft dadurch eine cyclische Struktur.
  • Proteinkinase A - Kinasen können andere Enzyme phosphorylisieren, wodurch sie deren Aktivität beeinflussen.
  • Glycogenphosphorylase - Glykogen ist das Polymer der Glukosemoleküle. Glykogenphosphorylase kann daraus Glukosephosphat bilden.
  • Glykogen - Polymer der Glukosemoleküle, neben den Fetten einer der wichtigsten Ersatznährstoffe unseres Organismus. Es kommt in hoher Menge in der Leber und der Skelettmuskulatur vor. Aus ihm kann schnell Glukose gewonnen werden, was zur Erhöhung des Blutzuckerspiegels führt und die Energieversorgung der Zellen gewährleistet.
  • Glucosephosphat
  • Phosphatase - Enzym, das durch Abspalten der Phosphatgruppe aus Glukosephosphat Glukose bilden kann.
  • Glukose - In Stresssituation steigt die Glukosekonzentration des Blutes an. Durch den Abbau von Glukose stellen die Zellen das meiste ATP her, weshalb die Steigerung des Blutzuckerspiegels den Energiebedarf der fight-or-flight-Reaktion (Cannon-Notfallreaktion) deckt.
  • Glucosetransporter - Glukose kann die Lipidmembran nicht durchdringen, weshalb zu ihrem Transport die Beteiligung entsprechender Eiweißmoleküle notwendig ist.

Wirkung der β-Blocker

  • Herzmuskelzelle
  • Adrenalin - Wirkt über die ß-Adrenozeptoren des Herzmuskels und steigert die Herzmuskelfunktion. Seine Wirkung kann z. B. nach einem Herzinfarkt tödlich sein. Seine Bindung an Rezeptoren kann durch ß-Blocker verhindert werden.
  • ß-Blocker - Sie verhindern, dass sich das Adrenalin an ß-Adrenozeptoren bindet. Im Herz ist von den ß-Adrenozeptoren der ß₁-Adrenozeptortyp charakteristisch. Einige ß-Blocker blockieren selektiv die ß₁-Adrenozeptoren und wirken so zielgerichtet im Herzen, aber es gibt auch solche, die nicht selektiv sind und so auf alle ß-Adrenozeptoren im Organismus wirken.
  • ß-Adrenozeptor - Wenn sich Adrenalin daran bindet, verursacht es in der Herzmuskelzelle eine Signalübertragung, die die Herzmuskelfunktion steigert. Mit ß-Blockern kann die Bindung von Adrenalin unterbunden werden. Im Herz ist von den ß-Adrenozeptoren der ß₁-Adrenozeptortyp charakteristisch.
  • der Herzschlag verlangsamt sich

Animation

  • Gehirn - Die Blutgefäße des Gehirns weiten sich, die Blutversorgung wird gesteigert.
  • Herz - Die Herzmuskulatur zieht sich stärker und mit höherer Frequenz zusammen. Das Herzminutenvolumen steigt. Die Herzkranzgefäße weiten sich.
  • Lunge - Die Bronchien weiten sich und das Atemminutenvolumen nimmt zu.
  • Auge - Die Pupillen weiten sich.
  • Darmtrakt - Die Gefäße im Darmtrakt verengen sich und das Blut geht in die Skelettmuskulatur über.
  • Haut - Die Haut wird blass: ihre Gefäße verengen sich und das Blut geht in die Skelettmuskulatur über.
  • Niere - Die Gefäße in den Nieren verengen sich, die Ausscheidungsfunktion verlangsamt sich, das Blut geht in die Skelettmuskulatur über.
  • Skelettmuskeln - Die Blutversorgung der Skelettmuskulatur erhöht sich. Aus dem in ihr gespeicherten Glykogen wird Glukose gebildet, weshalb der Blutzuckerspiegel ansteigt.
  • Leber - Die Leber ist der Hauptspeicherort für Glykogen im Organismus. Aus dem Glykogen wird Glukose gebildet, weshalb der Blutzuckerspiegel ansteigt.
  • glatte Muskelzelle
  • Adrenalin - Mit anderem Namen Epinephrin. Es handelt sich um ein Stresshormon, das durch das sympathische Nervensystem bedingt im Nebennierenmark gebildet wird. Seine Wirkung gleicht im Wesentlichen der Wirkungen des sympathischen Nervensystems: die Cannon-Notreaktion wird ausgelöst, die auch als fight-or-flight-Reaktion bezeichnet wird. Unsere Zellen reagieren unterschiedlich auf Adrenalin. Die Reaktion hängt vom Typ des Adrenozeptoren ab (α/ß).
  • α-Adrenozeptor - In den Zellen unseres Organismus kommen entweder α- oder ß-Adrenozeptoren vor. Über die α-Adrenozeptoren wirkend, steigert Adrenalin die Ca²⁺-Konzentration, und über die ß-Adrenozeptoren die cAMP-Konzentration der Zelle. In der glatten Muskulatur der Darmgefäße befinden sich α-Adrenozeptoren; Adrenalin verursacht über die Erhöhung der Ca²⁺-Konzentration das Zusammenziehen dieser Gefäße und das Verringern der Blutversorgung des Darmtrakts. Seine Wirkung ist auch in den Hautgefäßen ähnlich, weshalb wir in Stresssituationen blass werden.
  • G-Protein - Protein, das bei verschiedenen Übermittlungswegen (Signaltransduktion) wichtig ist. Von seinen 3 Untereinheiten kann die α-Untereinheit GTP binden und das Zielprotein aktivieren, das hier die Phospholipase C ist.
  • GDP - Guanosindiphosphat. Sein Aufbau gleicht dem des ATP, doch anstelle von Adenin enthält es Guanin.
  • GTP - Guanosintriphosphat. Sein Aufbau gleicht dem des ADP, doch anstelle von Adenin enthält es Guanin. Seine Bindung aktiviert die α-Untereinheit des G-Proteins.
  • Phospholipase C - Enzym, das das PIP₂-Molekül der Zellmembran spaltet und dadurch Proteinkinase C aktiviert, was die Freisetzung von Ca²⁺ zur Folge hat. Aufgrund dessen tritt in der glatten Muskelzelle eine Stoffwechselveränderung ein und das Zusammenziehen der Zelle verursacht die Verengung der Kapillare.
  • Aktivierung der Proteinkinase C und Freisetzung von Ca²⁺
  • Zusammenziehen der glatten Muskelzelle
  • Gefäßverengung
  • glatte Muskelzelle
  • Adrenalin - Mit anderem Namen Epinephrin. Es handelt sich um ein Stresshormon, das durch das sympathische Nervensystem bedingt im Nebennierenmark gebildet wird. Seine Wirkung gleicht im Wesentlichen der Wirkungen des sympathischen Nervensystems: die Cannon-Notreaktion wird ausgelöst, die auch als fight-or-flight-Reaktion bezeichnet wird. Unsere Zellen reagieren unterschiedlich auf Adrenalin. Die Reaktion hängt vom Typ des Adrenozeptoren ab (α/ß).
  • ß-Adrenozeptor - In den Zellen unseres Organismus kommen entweder α- oder ß-Adrenozeptoren vor. Über die α-Adrenozeptoren wirkend, steigert Adrenalin die Ca²⁺-Konzentration, und über die ß-Adrenozeptoren die cAMP-Konzentration der Zelle. In der glatten Muskulatur der Skelettmuskelgefäße kommen ß-Adrenozeptoren vor; Adrenalin verursacht durch die Erhöhung der cAMP-Konzentration die Weitung dieser Gefäße und eine verstärkte Blutversorgung des Muskels.
  • G-Protein - Protein, das bei verschiedenen Übermittlungswegen (Signaltransduktion) wichtig ist. Von seinen 3 Untereinheiten kann die α-Untereinheit GTP binden und das Zielprotein aktivieren, das hier die Adenylatzyklase ist.
  • GDP - Guanosindiphosphat. Sein Aufbau gleicht dem des ADP, doch anstelle von Adenin enthält es Guanin.
  • GTP - Guanosintriphosphat. Sein Aufbau gleicht dem des ADP, doch anstelle von Adenin enthält es Guanin. Seine Bindung aktiviert die α-Untereinheit des G-Proteins.
  • Adenylatzyklase - Enzym, das aus ATP cAMP (cyclisches AMP) bildet. Das cAMP ist ein wichtiger sekundärer Botenstoff in der Zelle.
  • ATP
  • Erschlaffung der glatten Muskelzelle
  • Gefäßerweiterung
  • Freisetzung von Glukose - In Stresssituation steigt die Glukosekonzentration des Blutes an. Durch den Abbau von Glukose stellen die Zellen das meiste ATP her, weshalb die Steigerung des Blutzuckerspiegels den Energiebedarf der fight-or-flight-Reaktion (Cannon-Notfallreaktion) deckt.
  • Adrenalin - Mit anderem Namen Epinephrin. Es handelt sich um ein Stresshormon, das durch das sympathische Nervensystem bedingt im Nebennierenmark gebildet wird. Seine Wirkung gleicht im Wesentlichen der Wirkungen des sympathischen Nervensystems: die Cannon-Notreaktion wird ausgelöst, die auch als fight-or-flight-Reaktion bezeichnet wird. Unsere Zellen reagieren unterschiedlich auf Adrenalin. Die Reaktion hängt vom Typ des Adrenozeptoren ab (α/ß).
  • ß-Adrenozeptor - In den Zellen unseres Organismus kommen entweder α- oder ß-Adrenozeptoren vor. Über die α-Adrenozeptoren wirkend, steigert Adrenalin die Ca²⁺-Konzentration, und über die ß-Adrenozeptoren die cAMP-Konzentration der Zelle. In den Leberzellen befinden sich ß-Adrenozeptoren; Adrenalin verursacht durch die Erhöhung der cAMP-Konzentration eine Freisetzung von Glukose aus der Leber.
  • G-Protein - Protein, das bei verschiedenen Übermittlungswegen (Signaltransduktion) wichtig ist. Von seinen 3 Untereinheiten kann die α-Untereinheit GTP binden und das Zielprotein aktivieren, das hier die Adenylatzyklase ist.
  • GDP - Guanosindiphosphat. Sein Aufbau gleicht dem des ATP, doch anstelle von Adenin enthält es Guanin.
  • GTP - Guanosintriphosphat. Sein Aufbau gleicht dem des ADP, doch anstelle von Adenin enthält es Guanin. Seine Bindung aktiviert die α-Untereinheit des G-Proteins.
  • Adenylatzyklase - Enzym, das aus ATP cAMP (cyclisches AMP) bildet. Das cAMP ist ein wichtiger sekundärer Botenstoff in der Zelle.
  • ATP
  • cAMP - Cyclisches AMP. Ein wichtiger sekundärer Botenstoff, der - unter anderem - die Wirkung des Hormons Adrenalin (primärer Botenstoff) innerhalb der Zelle überträgt. Es bildet sich aus ATP durch Abspalten von zwei Phosphatgruppen; seine einzige Phosphatgruppe bindet sich an das 5. und 3. Kohlenstoffatom der Ribose und schafft dadurch eine cyclische Struktur.
  • Proteinkinase A - Kinasen können andere Enzyme phosphorylisieren, wodurch sie deren Aktivität beeinflussen.
  • Glycogenphosphorylase - Glykogen ist das Polymer der Glukosemoleküle. Glykogenphosphorylase kann daraus Glukosephosphat bilden.
  • Glykogen - Polymer der Glukosemoleküle, neben den Fetten einer der wichtigsten Ersatznährstoffe unseres Organismus. Es kommt in hoher Menge in der Leber und der Skelettmuskulatur vor. Aus ihm kann schnell Glukose gewonnen werden, was zur Erhöhung des Blutzuckerspiegels führt und die Energieversorgung der Zellen gewährleistet.
  • Glucosephosphat
  • Phosphatase - Enzym, das durch Abspalten der Phosphatgruppe aus Glukosephosphat Glukose bilden kann.
  • Glukose - In Stresssituation steigt die Glukosekonzentration des Blutes an. Durch den Abbau von Glukose stellen die Zellen das meiste ATP her, weshalb die Steigerung des Blutzuckerspiegels den Energiebedarf der fight-or-flight-Reaktion (Cannon-Notfallreaktion) deckt.
  • Glucosetransporter - Glukose kann die Lipidmembran nicht durchdringen, weshalb zu ihrem Transport die Beteiligung entsprechender Eiweißmoleküle notwendig ist.
  • Herzmuskelzelle
  • Adrenalin - Wirkt über die ß-Adrenozeptoren des Herzmuskels und steigert die Herzmuskelfunktion. Seine Wirkung kann z. B. nach einem Herzinfarkt tödlich sein. Seine Bindung an Rezeptoren kann durch ß-Blocker verhindert werden.
  • ß-Blocker - Sie verhindern, dass sich das Adrenalin an ß-Adrenozeptoren bindet. Im Herz ist von den ß-Adrenozeptoren der ß₁-Adrenozeptortyp charakteristisch. Einige ß-Blocker blockieren selektiv die ß₁-Adrenozeptoren und wirken so zielgerichtet im Herzen, aber es gibt auch solche, die nicht selektiv sind und so auf alle ß-Adrenozeptoren im Organismus wirken.
  • ß-Adrenozeptor - Wenn sich Adrenalin daran bindet, verursacht es in der Herzmuskelzelle eine Signalübertragung, die die Herzmuskelfunktion steigert. Mit ß-Blockern kann die Bindung von Adrenalin unterbunden werden. Im Herz ist von den ß-Adrenozeptoren der ß₁-Adrenozeptortyp charakteristisch.
  • der Herzschlag verlangsamt sich

Narration

Die Homöostase unseres Organismus, also das dynamische Gleichgewicht unseres inneren Milieus, kann durch zahlreiche Faktoren gefährdet werden.
In solchen Situationen entsteht aufgrund von neuralen und hormonellen Auswirkungen ein Stresszustand, der dabei hilft, die Gefahrenquelle zu vermeiden oder zu beseitigen und die Homöostase aufrechtzuerhalten. In Stresssituationen aktiviert sich das sympathische Nervensystem, wobei als Folge im Nebennierenmark das Hormon Adrenalin, auch als Epinephrin bezeichnet, freigesetzt wird.
Die gleichzeitige Wirkung des Adrenalins und des sympathischen Nervensystems führt in unserem Organismus zu einer Fight-or-flight-Reaktion, zur Cannon-Notfallreaktion. Die wichtigsten Symptome sind: Die Pupillen weiten sich; unser Herzschlag beschleunigt sich und das Herzminutenvolumen steigt; die Bronchien unserer Lunge weiten sich und unser Atemminutenvolumen steigt; aus unserer Leber und unseren Skelettmuskeln gelangt Glucose in unser Blut, weshalb unser Blutzuckerspiegel ansteigt; die Blutgefäße unserer Skelettmuskeln, unseres Gehirns und Herzens weiten sich; die Gefäße unseres Darmkanals, unserer Nieren und unserer Haut verengen sich.

In den glatten Muskelzellen der Blutgefäße der einzelnen Organe befinden sich entweder α- oder ß-Adrenozeptoren. Adrenalin verengt aufgrund der α-Adrenozeptoren die Gefäße, während sie sich durch ß-Adrenozeptoren weiten. Die glatten Muskelzellen des Darmkanals, der Nieren und der Haut enthalten typischerweise α-Adrenozeptoren. Der α-Adrenozeptor aktiviert nach der Einbindung von Adrenalin das aus drei Untereinheiten bestehende G-Protein. Dessen α-Untereinheit tauscht GDP in GTP aus, und aktiviert dann das Enzym Phospholipase C. Die Phospholipase C zerlegt das Membranlipid-Molekül PIP₂, auch als Phosphatidylinositol-4,5-bisphosphat bezeichnet, in IP₃ und DAG, also in Inositol-Triphosphat und Diacylglycerin. Aufgrund von IP₃ werden aus dem endoplasmatischen Retikulum Kalziumionen, Ca²⁺, freigesetzt. Das DAG aktiviert das Enzym Proteinkinase C. Aufgrund der Kalziumionen und der Proteinkinase C ziehen sich die glatten Muskelzellen zusammen, die Gefäße verengen sich und die Blutversorgung des Organs sinkt.

In den glatten Muskelzellen unseres Herzens, unseres Gehirns und unserer Skelettmuskeln befinden sich typischerweise ß-Adrenozeptoren, weshalb die Blutversorgung dieser Organe in einer Notfallreaktion erhöht ist. Das Adrenalin bindet sich an den ß-Adrenozeptor der glatten Muskelzellen des Gefäßes. Das G-Protein wird aktiviert: Die Untereinheit α tauscht GDP in GTP aus und aktiviert das Enzym Adenylatzyklase. Adenylatzyklase stellt aus ATP zyklisches AMP, kurz: cAMP, her. Dadurch weiten sich die Gefäße und die Blutversorgung des Organs wird gesteigert. Da das Adrenalin gewisse Gefäße verengt und andere weitet, führt es eine Umgruppierung des Blutes in die Arbeitsmuskulatur, ins Herz und ins Gehirn durch.

Aufgrund des Adrenalins steigt der Blutzuckerspiegel, der die Energieversorgung der Muskeln, des Herzens und des Gehirns gewährleistet. Das Polymer zu Glukose ist Glykogen, das in großen Mengen in der Leber und in den Skelettmuskeln gespeichert wird: Glukose können wir am schnellsten aus Glykogen freisetzen. Adrenalin bindet sich an den ß-Adrenozeptor der Leberzellen. Anschließend aktiviert die Untereinheit α des G-Proteins Adenylatzyklase, die cAMP synthetisiert. Das cAMP aktiviert das Enzym Proteinkinase A. Proteinkinase A aktiviert durch Phosphorylierung das Enzym Glykogenphosphorylase, das aus Glykogen Glukose-Phosphate freisetzt. Deren Phosphatgruppe wird von einem Enzym abgespalten und die Glukose gelangt aus der Zelle in den Blutkreislauf.

Im Herzmuskel kommt eine große Menge einer Untergruppe der ß-Adrenozeptoren, die ß₁-Adrenozeptoren vor. Da Adrenalin durch diese die Herzfunktionen steigert, sind ß-Blocker dazu geeignet, die Belastung des Herzmuskels zu verringern. Es gibt selektive ß-Blocker und solche, die auf alle ß-Adrenozeptorentypen wirken. Zur Anwendung von ß-Blockern kann es, um das Herz zu schonen, bei Herzrhythmusstörungen, bei an Bluthochdruck erkrankten Menschen oder infolge eines Herzinfarkts kommen.

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Das Nervensystem

Gehirn und Rückenmark bilden das ZNS; Nerven und Ganglien das periphere Nervensystem.

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