Ausschnitt einer mittelalterlichen Stadt

Ausschnitt einer mittelalterlichen Stadt

Die mehretagigen, aus Stein oder Ziegel gebauten Gebäude zeigten ein eigentümliches Straßenbild.

Geschichte

Schlagwörter

mittelalterlich, mittelalterliche Stadt, Stadt, Wohnort, Stadtmauer, Siedlung, Zentrum, Handel, Lebensweise, Marktplatz

Verwandte Extras

Fragen

  • Welchen Gebrauchsgegenstand kannten die Bürger der mittelalterlichen Stadt nicht?
  • Was trifft auf die Mehrheit der mittelalterlichen Städte zu?
  • Was für Sehenswürdigkeiten gab es in den mittelalterlichen Städten?
  • Welches Gemüse konnte in den mittelalterlichen Städten nicht gegessen werden?
  • Welche Obstsorte konnte in den mittelalterlichen Städten nicht gegessen werden?
  • Welche Speise konnte in den mittelalterlichen Städten nicht gegessen werden?
  • Welches Gemüse konnte in den mittelalterlichen Städten gegessen werden?
  • Welches Fest stammt nicht aus dem Mittelalter?
  • Welches Gewürz konnte in den mittelalterlichen Städten nicht verwendet werden?
  • Was war der Prügelbock?
  • Welchen Beruf gab es im Mittelalter nicht?
  • Welchen Beruf gab es im Mittelalter nicht?
  • Welchen Beruf gab es im Mittelalter nicht?
  • Was waren die Zünfte?
  • Womit beschäftigt sich der Gerber?
  • Womit beschäftigt sich der Fassbinder?
  • Womit beschäftigt sich der Wagenmacher?
  • Wann begann das Mittelalter?
  • Wann endete das Mittelalter?
  • Wann fand der erste Kreuzzug statt?

3D-Modelle

Mittelalterliche Stadt

Der Alltag in den mittelalterlichen Städten

Die sprunghafte Entwicklung der mittelalterlichen Städte begann im 10–11. Jahrhundert. In dieser Zeit entstand die Schicht der Handwerker und auch der Handel kam in Schwung. Die von einer Mauer umgebene und über größere Freiheiten verfügende Stadt entwickelte im Mittelalter ein eigenes Erscheinungsbild, welches den Alltag ihrer Bürger tief prägte.

Neben der Kirche, dem Rathaus, den Zünften und dem Markt bestimmte interessanterweise gerade das alltägliche Straßenbild die Stadt. Wir können dicht aneinander gebaute, sich auch nach oben ausbreitende Häuser und ungepflasterte Straßen ohne Kanalisation sehen.
Das Alltagsleben vollzog sich in erster Linie auf der Straße: In den Erdgeschossen der Häuser arbeiteten Meister und ihre Lehrlinge in Werkstätten, Händler boten ihre Waren in Geschäften oder Zelten davor an, Fuhrwerke knarrten, Haustiere und Kinder spielten auf beiden Seiten der die Stadt durchquerenden Lebensader. Das Bild wird durch den aus den Häusern dringenden Lärm und den auf die Straßen entleerten Müll komplettiert.

Animation

  • Keller
  • Werkstatt
  • Wohnebene
  • Dachboden

Spaziergang

Die Handwerker der mittelalterlichen Städte

Die Handwerker des frühen Mittelalters arbeiteten auf den Gutshöfen. In den späteren Jahrhunderten wanderten sie allmählich in die sich entwickelnden dichter besiedelten Städte ab, wo sie ihre Produkte wegen der ansteigenden Nachfrage einfacher verkaufen konnten.

Sie verfügten über eigene Werkstatt, die sich meistens im Erdgeschoss ihres Wohnhauses, direkt an der Straßenfront befand. Die Handwerker besaßen ihre eigenen Werkzeuge und führten alle Arbeitsschritte selber aus. Später nahmen sie auch Hilfskräfte, Lehrlinge auf. Die Meister des gleichen Handwerks ließen sich oft in derselben Straße der Stadt nieder.

Die städtischen Handwerker stellten beinahe alle für das Alltagsleben notwendigen Gegenstände, Textilien und Lederwaren her. Sie achteten peinlichst auf die Qualität ihrer Waren. An ihrer Hauswand bewarb ein Nasenschild ihre Arbeit. Später schlossen sich die das gleiche Handwerk ausübenden Meister zu Interessengemeinschaften zusammen, es entstanden die Zünfte.

Schnitt des Hauses

  • Keller
  • Werkstatt
  • Wohnebene
  • Dachboden

Die Wohnräume der Bürger

In der Nacht wurden die Räume Wohnhäuser von Kerzen in Wandhaltern, Armleuchtern oder Kronleuchtern beleuchtet. (Meistens verwendete man Talg, Wachs wurde nur an Feiertagen benutzt.)

Zu den Möbeln der reicheren Bürger gehörten der Tisch, der Lehnstuhl, die geschnitzten und bemalten Holztruhen, das Regal und das Bett. Die auf höheren Füßen stehenden Schränke verbreiteten sich erst ab dem 15. Jahrhundert und lösten langsam die zur Aufbewahrung von Kleidungsstücken dienenden Holztruhen ab. Die Baldachinbetten waren deshalb praktisch, weil sie die Schlafenden vor Ungeziefer beschützten. Die Hauptdekoration der Zimmer waren die Wandteppiche und Bilder. (Auch auf dem Boden lagen meistens einige Teppiche.) Das Niveau der Bürgerhäuser wurde außerdem durch geschnitzte Holztüren und Fensterrahmen, sowie verzierte eisengeschmiedete Schlossmechanismen erhöht.

In den mehrstöckigen Wohnhäusern der wohlhabenderen Bürger befand sich in der mittleren oder obersten Etage die Küche. (Oft war es problematisch, den Rauch aus der Küche abzuleiten.) Das Küchengeschirr war aus Ton, Holz oder Eisen hergestellt.
Die Küchenutensilien fanden neben der Feuerstelle in Regalen oder an der Wand Platz. Die Gewürze bewahrten sie in separaten Fächern in Schubladen auf. Die Küchenabfälle wurden meistens einfach auf die Straße geschüttet.

Wenn zum Haus auch ein Hof und kleiner Garten gehörte, dann wurden auch Haustiere gehalten und Gemüse angebaut. Wenn diese Möglichkeit nicht bestand, wurden die Lebensmittel bei den Lebensmittelhändlern oder auf dem Markt eingekauft.
Die wohlhabenderen Bürger aßen gewöhnlich zweimal täglich (vormittags um 10 Uhr und abends um 6 Uhr), dann aber sehr ausgiebig. Die beliebteste Speise war Fleisch (Schwein, Rind). Oft aß man auch Fisch, Gemüse und Obst kam ebenfalls regelmäßig auf den Tisch.

Straßenausschnitt

Die Wohnhäuser in den mittelalterlichen Städten

Die Wohnhäuser der mittelalterlichen Stadt waren in der Regel aus Stein oder Ziegelsteinen mit einem Balkenfachwerk gebaut. Ihre Dächer waren mit Dachziegeln oder Schiefer gedeckt. Die Häuser der wohlhabenden Bürger waren zwei- oder dreistöckig, während die ärmeren Leute in eingeschossigen Häusern lebten.

Im Erdgeschoss wohlhabenderer Bürger waren die Werkstätten oder Geschäfte untergebracht. Darüber befand sich die Küche und der Wohnbereich oder manchmal auch umgekehrt. Zur Lagerung wurde der Keller unter dem Gebäude benutzt. Die Tore der bürgerlichen Gebäude waren eisenbeschlagen.

Auf jeder Etage versorgten mehrere zur Straße blickende Fenster die Bewohner mit Licht und Luft. Über Fensterglas verfügten lediglich die Gebäude der Adligen, die weniger wohlhabenden Stadtbewohner verdeckten die Fensteröffnungen mit Textilien. Die Räume verfügten über Holz- oder Steinböden. Die Wände waren zumeist weiß getüncht und bei den Wohlhabenderen mit dekorativen Malereien bedeckt.

Narration

Die sprunghafte Entwicklung der mittelalterlichen Städte begann im 10–11. Jahrhundert. In dieser Zeit entstand die Schicht der Handwerker und auch der Handel kam in Schwung. Die von einer Mauer umgebene und über größere Freiheiten verfügende Stadt entwickelte im Mittelalter ein eigenes Erscheinungsbild, welches den Alltag ihrer Bürger tief prägte.
Neben der Kirche, dem Rathaus, den Zünften und dem Markt bestimmte interessanterweise gerade das alltägliche Straßenbild die Stadt. Wir können dicht aneinander gebaute, sich auch nach oben ausbreitende Häuser und ungepflasterte Straßen ohne Kanalisation sehen.
Das Alltagsleben vollzog sich in erster Linie auf der Straße: In den Erdgeschossen der Häuser arbeiteten Meister und ihre Lehrlinge in Werkstätten, Händler boten ihre Waren in Geschäften oder Zelten davor an, Fuhrwerke knarrten, Haustiere und Kinder spielten auf beiden Seiten der die Stadt durchquerenden Lebensader. Das Bild wird durch den aus den Häusern dringenden Lärm und den auf die Straßen entleerten Müll komplettiert.

Die Wohnhäuser der mittelalterlichen Stadt waren in der Regel aus Stein oder Ziegelsteinen mit einem Balkenfachwerk gebaut. Ihre Dächer waren mit Dachziegeln oder Schiefer gedeckt. Die Häuser der wohlhabenden Bürger waren zwei- oder dreistöckig, während die ärmeren Leute in eingeschossigen Häusern lebten.
Im Erdgeschoss wohlhabenderer Bürger waren die Werkstätten oder Geschäfte untergebracht. Darüber befand sich die Küche und der Wohnbereich oder manchmal auch umgekehrt. Zur Lagerung wurde der Keller unter dem Gebäude benutzt. Die Tore der bürgerlichen Gebäude waren eisenbeschlagen.
Auf jeder Etage versorgten mehrere zur Straße blickende Fenster die Bewohner mit Licht und Luft. Über Fensterglas verfügten lediglich die Gebäude der Adligen, die weniger wohlhabenden Stadtbewohner verdeckten die Fensteröffnungen mit Textilien. Die Räume verfügten über Holz- oder Steinböden. Die Wände waren zumeist weiß getüncht und bei den Wohlhabenderen mit dekorativen Malereien bedeckt.

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